Raus aus der Letharghie!

Bewegung, Spiel und Sport sind nicht nur für Körper und Geist gesund, sondern fördern auch die Gemeinschaft, das soziale Miteinander. Deren Bedeutung wurde uns selten so deutlich wie in Zeiten von Lockdown und Kontaktbeschränkungen. Unser aller Hoffnungen sind, dass wir von Tag zu Tag und von Impfung zu Impfung Richtung Sommer endlich die Pandemie mit all ihren Auswirkungen überwinden können. Doch auch aus den Jahren zuvor wissen wir, dass uns Kälte und schlechtes Wetter im Winter lieber „drinnen“ lassen. Wiederum bei anderen verhindert ein stressiger Berufs-, Schul- oder Familienalltag dem Bewegungsdrang freien Lauf zu lassen.

Wir sollten dann aber nicht aufhören, die Potenziale der Prävention und Gesundheitsförderung zu nutzen. In zahlreichen Studien wurde dargelegt, wie der Mensch und insbesondere Kinder unter dem Aussetzen von regelmäßigen Bewegungsangeboten in Vereinen, in der Schule und in der Freizeit in Bezug auf ihre körperliche Entwicklung leiden. Gleiches gilt aber auch für Erwachsene und Ältere. Zu den viel zitierten „Vorerkrankungen“, die einen Krankheitsverlauf durch Corona verschlimmert haben, gehören zu einem hohen Teil auch sog. Zivilisationskrankheiten, die durch einen präventiv-aktiven Lebensstil vermeidbar gewesen wären – und sind! Stärkung der Widerstandskraft und Leistungsfähigkeit bedeutet aber nicht nur Schutz vor Krankheit, sondern Steigerung der Lebensqualität!

Bewegung, bewusste Ernährung, Entspannungsfähigkeit oder guter Schlaf sind die besten Mittel für unser Immunsystem – und das ganz ohne Nebenwirkungen. Im Gegenteil: Während uns die Tablette „nur gegen“ etwas hilft, fördert uns ein aktiver Lebensstil ganzheitlich und stärkt uns in vielerlei Hinsicht. Denn heute wissen wir dank medizinischer Wissenschaft und Forschung nicht nur etwas über die besten Behandlungsmethoden, sondern auch über die Potentiale der Prävention und Früherkennung sowie die Entstehung von Gesundheit.

„Innerer Schweinehund“?, „Verzichten?“, „Nee, diese Woche geht nicht?“

Es liegt aber insbesondere im Verhalten eines jeden Menschen, die Potentiale auch abzurufen. Denn viele scheinen sich mehr mit ihrem neuen Handyvertrag als mit ihrer Gesundheit zu beschäftigen. Hand aufs Herz: Weißt Du, wo Ihr Impfausweis liegt? Wie ist Dein derzeitiger Zuckerwert oder Blutdruck? Nimmst Du altersgemäß alle Vorsorgeuntersuchungen wahr? Sind die oben genannten Fragen Deine einzige Reaktion, wenn Du aufgefordert wirst, mehr für Dich selbst zu tun?

Wenn ja, zeige Dir gegenüber mehr Aufmerksamkeit und Achtsamkeit.

Zugegeben: Prävention im Alltag zu verstehen ist manchmal gar nicht so einfach wie es im ersten Moment aussieht: Das liegt zum einen natürlich an der unüberschaubaren Informationsflut rund um die Gesundheit mit ihren unzähligen Ratgebern, andererseits aber auch schon am schlichten Verständnis. Vorsorglich den Gurt im Auto anzulegen oder auf dem Motorrad einen Helm aufzusetzen, damit wir im Falle eines Falles besser geschützt sind, leuchtet schnell ein. Doch die großen Herausforderungen für unsere alternde Gesellschaft und jeden einzelnen von uns kommen nicht mit einem Knall von jetzt auf gleich wie ein Unfall. Sie nehmen sich Zeit, kommen schleichend und entwickeln sich über einen längeren Zeitraum. Sie entstehen, während wir scheinbar gesund sind und uns auch so fühlen.

Die Rede ist von Diabetes Typ II, negativen Herz-Kreislauf-Ereignissen oder sogar Krebs. Damit tritt ein bedauerlicher Zustand ein: Unsere Lebenserwartungen steigen stetig und liegen in Deutschland schon weit über 80 Jahre, aber das Alter, in dem diese Krankheiten einsetzen, bleibt gleich. Böse gesprochen: Wir haben momentan erstmal unsere Leidenszeit verlängert. Also Lebenszeit, der es an Qualität oder Vitalität fehlt (sog. desease free years). An diesen Entwicklungen sind wir nicht selten selbst schuld, durch einen jahrelang ungünstigen Lebensstil mit falscher Ernährung, Bewegungsmangel, zu viel Stress oder nicht wahrgenommenen medizinischen Checks.

Also: Raus aus dieser Lethargie, rein in den aktiven Lebensstil!

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