Widerstand, der hilft

Ein skurriler Anblick, den einige Football- und Basketballspieler beim Training heutzutage bieten. Der neuste Trend sind tragbare Widerstandsbänder, die mit einem speziellen Gürtel getragen werden. Die Bänder können an einem Haken, an der Socke oder an Armbändern befestigt werden. Nun sind als Arme oder Beine durch Bänder miteinander verbunden. Diese haben eine gewisse Zugkraft und sollen so zusätzlichen Widerstand in die ausgeführten Übungen bringen, ohne die Bewegungsfreiheit zu stark einzuschränken. Ob Tennisspielen, Sprinten, Springen, Dehnen, Gymnastik oder klassisches Krafttraining; alles ist möglich und soll durch das Tragen der Bänder verstärkt werden.

Widerstandsbänder sind keine Neuheit in der Fitnessindustrie und vor allem in der Gesundheitsbranche ein anerkanntes Equipment. Studien zeigen, dass Widerstandbänder mit den verschiedensten Trainingsprotokollen (welche Übungen, wie oft, wie lange usw.) und verschiedensten Populationen (bspw. alt vs. jung) ähnliche Resultate in Bezug auf den Muskelaufbau erzielen konnten, wie das Krafttraining mit Gewichten.

Studien zu dieser neuen Verwendungsmethode der Widerstandbänder gibt es noch nicht. Daher lässt sich nur vermuten, dass jenes Prinzip, gegen einen Widerstand zu arbeiten, zu einen Trainingseffekt führt. Auch hier gilt: Ob jedoch die Bänder negativ auf die Statik unseres Körpers oder an der Struktur unserer Bewegung etwas verändern, bzw. bei allen, lässt sich nicht genau sagen. Die Produkthersteller verweisen gern darauf hin, dass ihre Variante genauso funktioniert, wie klassische Widerstandbänder. Eben nur, dass ihr Produkt freie Bewegung und höhere Praktikabilität verspricht. Diese Erkenntnisse beziehen sich aber zumeist auf eigene Laborwerte und nicht auf unabhängige Studien.

Es lässt sich vermuten, dass jenes Bandsystem im verantwortungsvollen Gebrauch für die Praxis eine praktische Alternative zur Steigerung der Trainingsintensität ist. Vorerst heißt es jedoch, probieren vor studieren. Updates zu neuen Studien und Ergebnissen zu diesem Thema werden wir selbstverständlich liefern.

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