Freiwasserschwimmen – der sportliche Ausgleich in der Natur

Sommer, Sonne, Schwimmbadzeit?! Schwimmen zählt insbesondere im Sommer zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten. Dabei hat das Schwimmen nicht nur einen hohen Freizeitwert, sondern ist auch als Sportart sehr effektiv. Neben einem Training für das Herz-Kreislauf-System stärkt es unsere gesamte Muskulatur. Durch die kontinuierlichen Arm- und Beinbewegung gegen den Widerstand des Wassers ist es somit ein Ausdauer- und Kräftigungstraining zugleich. Der natürliche Auftrieb des Wassers hat zudem den Vorteil, dass die Gelenke entlastet werden. Dadurch ist das Schwimmen als Sportart für Personen mit Rücken- oder Gelenkschmerzen, Übergewicht oder altersbedingten Beschwerden sehr zu empfehlen.
Doch nicht immer braucht es hierfür ein Schwimmbad. Auch der nahegelegene See reicht aus, um etwas für seine Gesundheit zu tun. Das sogar ganz kosten- und chlorfrei. Außerdem lässt es sich in der frischen Luft der Natur, umringt von Bäumen und Naturgeräuschen, leichter entspannen.
Freiwasserneulinge sollten erst in den wärmeren Sommermonaten anfangen, wenn die Wassertemperatur angestiegen und wärmer ist. Für kältere Wassertemperaturen ist ein Neoprenanzug wortwörtlich wärmstens zu empfehlen. Als weiteres Accessoire solltest du eine Badekappe tragen. Besonders leuchtende Farben sorgen dafür, dass du von anderen Personen oder auch die DLRG gut zu erkennen bist. Solltest du häufiger und länger im Freiwasser schwimmen, ist zudem eine Schwimmboje ratsam. Durch diese aufblasbare Schwimmboje bist du noch besser sichtbar. Ebenso lassen sich kleinere Wertgegenstände mittransportieren, sodass diese nicht unbeaufsichtigt am Ufer liegen. In Erschöpfungssituationen hat die Schwimmboje zudem den Vorteil, dass du sie als Auftriebshilfe nutzen und dich kurz ausruhen kannst.
Auch wenn das Freiwasserschwimmen viele Vorteile mit sich bringt, können jederzeit Notsituationen auftreten. Daher möchten wir an dieser Stelle ausdrücklich empfehlen, nie allein ins Wasser zu gehen. Zumindest vom Ufer aus sollte jemand einen Blick auf dich haben.
Doch bevor es ins kühle Nass geht, sollte der Körper auf das nachfolgende Training vorbereitet werden. Starte mit mobilisierenden Übungen wie beispielsweise kreisenden Bewegungen der Schulter oder andere Lockerungsübungen, und bringe ebenso dein Herz-Kreislauf-System in Schwung.
Auch mit einer entsprechenden Vorbereitung ist es weiterhin wichtig, sich nicht gleich ins Wasser zu stürzen. Gib dem Körper ausreichend Zeit, sich an die die Wassertemperatur und Gegebenheiten zu gewöhnen. Anderenfalls wird der Körper vermeidbarerweise gestresst, wodurch das Schwimmerlebnis weniger entspannt ist. Besonders bei den warmen Temperaturen und Sonnenschein im Sommer wird die Wassertemperatur schnell unterschätzt.
Im Wasser angekommen, solltest du anfangs nur entlang des Ufers schwimmen. So hast du immer schnell festen Boden unter dir und bist auch im Notfall für Helfende gut zu erreichen. Durch die eingeschränkte Orientierung im Wasser und fehlenden Wenden alle 25 oder 50 Meter – samt Möglichkeit zur kurzen Pause am Beckenrand – ist das Schwimmen im See spürbar anspruchsvoller als vom Schwimmbad gewohnt. Mit gestiegener Erfahrung im Freiwasser kannst du aber auch die Umgebung fernab des Ufers erkunden. Genieße den Blick für die Natur am Uferrand oder die Reflexionen und Wärme der untergehenden Sonnenstrahlen. Diese Momente der Ruhe in und mit der Natur lassen die Gedanken des Alltags verschwinden und verleihen dem Freiwasserschwimmen seinen erholsamen Charakter.
Noch ein letzter Tipp: Bevor du in den See gehst, empfiehlt es sich, warme Sachen und ein Handtuch am Ufer zu platzieren, sodass alles griffbereit ist, wenn du aus dem Wasser kommst. So lässt es sich vermeiden, dass es nach dem Ausstieg aus dem Wasser zu kalt wird.

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