Portavit-Tipp Monat September

Brokkoli – Der Star unter den Gemüsen

Wegen seiner Farbe, Zartheit und des würzigen Geschmacks wird Brokkoli auch Spargelkohl genannt. Man erhält ihn in grünen und – seltener – auch weißen, gelben und violetten Sorten.

Brokkoli ist wie Blumenkohl ganzjährig verfügbar. Die heimische Ernte ist zwischen Mai und November erhältlich. Im Gegensatz zu anderen Kohlsorten ist Brokkoli wie sein direkter Verwandter Blumenkohl frostempfindlich. 100 Gramm Brokkoli entsprechen 106 Kilojoule oder 25 Kilokalorien. Brokkoli enthält viel Vitamin C, Eisen, Kalium und in den Blättern Vitamin A. Brokkoli sollte immer kühl aufbewahrt werden. Blanchiert und eingefroren ist Brokkoli bis zu einem Jahr haltbar. Überlagerter Brokkoli bekommt einen gelblichen Schimmer. Der Brokkoli zählt zu den gesündesten Gemüsesorten. Er enthält eine Vielzahl hochkarätiger Wirkstoffe, die vor Krebs, aber auch vor anderen Erkrankungen schützen können. Brokkoli ist zudem eine hervorragende Quelle für das Vitamin und K. Bei der Zubereitung des Brokkolis ist jedoch Sorgfalt geboten, damit die heilsamen Stoffe nicht zerstört werden.

Die Herkunft des Brokkolis

Brokkoli (Brassica oleracea var. italica) zählt wie alle anderen Kohlarten zur großen Familie der Kreuzblütler. Genauer gesagt handelt es sich bei den Brokkoli wie etwa beim Rosenkohl, Kohlrabi und Kopfkohl um eine Zuchtform (Varietät) des Gemüsekohls.

Sie alle stammen von der Wildform des Gemüsekohls ab, die an den Küsten des Mittelmeers und des Atlantiks heimisch ist. In Deutschland findet man die Wildform – den sogenannten Klippenkohl – inzwischen nur noch auf Helgoland.

Die Verwandtschaft von Brokkoli und Blumenkohl

Die meisten Varietäten des Gemüsekohls unterscheiden sich sehr vom Urkohl, sind die doch das Ergebnis jahrhundertelanger Züchtung. Am ehesten ähnelt der Brokkoli dem Blumenkohl, er ist auch sehr eng mit diesem verwandt. In beiden Fällen wurden die Blütenknospen und der Stiel gezüchtet und selektioniert. Man spricht deshalb auch, wie etwa bei der Artischocke, von einem Blütengemüse. In der Regel werden die Brokkoli geerntet, bevor sich die Blütenstände öffnen, da er sonst an Aroma verliert. Erfolgt die Ernte später, verwandelt er sich in ein Meer aus zarten Blüten.

Von Kleinasien in die große weite Welt

Es gibt diverse Theorien, wo der Brokkoli erstmals gezüchtet wurde. Einer schwedischen Studie zufolge soll er in Kleinasien das Licht der Welt erblickt haben. Von dort sollen Händler das Saatgut in der Römerzeit auf die italienische Halbinsel gebracht haben, wo der Brokkoli nun bereits seit Jahrhunderten mit viel Amore kultiviert wird. Bis auch Nordeuropäer das köstliche Gemüse aus Kleinasien genießen konnten, dauerte es eine Weile. Keine Geringeren als die Medici haben im 16. Jahrhundert die Franzosen mit den Brokkoli vertraut gemacht. Von Frankreich aus bahnte sich der Brokkoli seinen Weg durch ganz Europa.

Der Nährwert von Brokkoli

Brokkoli ist für gesundheitsbewusste Menschen einfach ideal. Denn er besteht zu 89,6 Prozent aus Wasser und enthält sehr wenig Fett. Der Zuckergehalt von 2 Gramm pro 100 Gramm frische Brokkoli liegt selbst im Vergleich zu anderen Kohlvarietäten im unteren Bereich und ist als äußerst gering einzustufen. Der Brokkoli ist wie alle Gemüse sehr kalorienarm. Er schlägt lediglich mit 26 kcal pro 100 Gramm Gemüse zu Buche. Was den Vitamingehalt angeht, zählt der Brokkoli unter allen Gemüsearten zu den Spitzenreitern. Denn im Brokkoli stecken einige Vitamine in besonders hoher Konzentration, etwa Vitamin C, Vitamin K oder auch Betacarotin.
Auch im Hinblick auf die Mineralstoffe ist der Brokkoli deutlich besser ausgestattet als viele andere Gemüse. So liefert er beispielsweise bedeutende Mengen an Calcium, Eisen und Kupfer.

Brokkoli optimiert Ihre Versorgung mit Vitamin C

Oft wird Vitamin C ausschließlich mit Früchten, insbesondere mit Zitrusfrüchten, in Verbindung gebracht. Dabei steckt in so manchem Gemüse deutlich mehr von diesem lebenswichtigen Antioxidans. Schon mit einer 100-Gramm-Portion Brokkoli (115 mg Vitamin C) decken Sie den offiziellen Tagesbedarf an Vitamin C (100 mg) zu über 100 Prozent. Vitamin C unterstützt den Kampf gegen freie Radikale, reduziert auf diese Weise oxidativen Stress und senkt das Risiko für zahlreiche typische Zivilisationskrankheiten wie Herzerkrankungen, Schlaganfall und Krebs.

Zubereitung

Man isst die Röschen und Stiele. Die Blätter können roh im Salat oder gedämpft als Gemüse verwendet werden. Brokkoli ist nach etwa acht Minuten gar. Er sollte nicht länger gedämpft werden, da er sonst an Farbe verliert.

Wann hat regionaler Brokkoli Saison?

In Mitteleuropa ist der Sommer die Haupterntezeit für Brokkoli. Von Juni bis in den Oktober hinein ist regionaler Brokkoli aus dem Freiland erhältlich.

Warum Du regionalen Brokkoli vorziehen solltest

Wie jedes andere Obst und Gemüse ist auch der Brokkoli inzwischen das ganze Jahr über im Handel erhältlich. Laut der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) werden bereits zwei Drittel des in Deutschland gegessenen Gemüses importiert. Außerhalb der Saison stammt der Brokkoli hauptsächlich aus Italien und Spanien. Tiefkühlbrokkoli legt oft noch viel weitere Wege zurück. In puncto Umweltschutz lautet das Gebot der Stunde, dass regionales Gemüse aus der Saison immer die Nase vorn haben sollte. Denn die Transportwege sind kurz und die Ware ist nach der Ernte schnell beim Verbraucher. Wie gesund der Brokkoli wirklich ist, hängt letztendlich auch davon ab, ob er konventionell oder ökologisch angebaut wurde.

Brokkoli selber anbauen

Wenn Du zu den glücklichen Gartenbesitzern gehörst, dann kannst Du dort natürlich Deinen Brokkoli selbst anbauen. Das Gemüse ist recht unkompliziert, benötigt aber einen sonnigen Standort sowie einen nährstoffreichen und tiefgründigen Boden.

Interessant ist, dass der Brokkoli in einem Gartenjahr mehrmals beerntet werden kann. Dies ist auf die nachwachsenden Seitentriebe zurückzuführen. Denn nach dem Schnitt bildet die Sprossachse neue Seitentriebe mit Blütenknospen aus. Wichtig ist, dass Sie nur den Haupttrieb mit den Blütenknospen abschneiden und das Messer dabei direkt an der Achsel ansetzen. Wenn Du auch die nachwachsenden, dünneren Seitentriebe abschneidest, kannst Du die Ernte um bis zu 4 Wochen verlängern. Der Anbau in Töpfen auf Balkon oder Terrasse lohnt sich nicht wirklich, da der Brokkoli viel Platz benötigt.

Und jetzt viel Spaß und ran an den Brokkoli – verbunden mit gesunder Ernährung und Bewegung eine leckere Abwechslung im September.  

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