Gemeinsam raus aus der Pandemie – bewegt rein in die Prävention!

Bewegung, Spiel und Sport sind nicht nur für Körper und Geist gesund, sondern fördern auch die Gemeinschaft, das soziale Miteinander. Deren Bedeutung wurde uns selten so deutlich wie in Zeiten von Lockdown und Kontaktbeschränkungen. Unser aller Hoffnungen sind, dass wir von Tag zu Tag und von Impfung zu Impfung Richtung Sommer endlich die Pandemie mit all ihren Auswirkungen überwinden können.

Wir sollten dann aber nicht aufhören, die Potenziale der Prävention und Gesundheitsförderung zu nutzen. In zahlreichen Studien wurde dargelegt, wie insbesondere Kinder unter dem Aussetzen von regelmäßigen Sportangeboten in Vereinen, in der Schule und in der Freizeit in Bezug auf ihre körperliche Entwicklung leiden. Zu den viel zitierten „Vorerkrankungen“, die einen Krankheitsverlauf durch Corona verschlimmert haben, gehören zu einem hohen Teil auch sog. Zivilisationskrankheiten, die durch einen präventiv-aktiven Lebensstil vermeidbar gewesen wären – und sind! Stärkung der Widerstandskraft und Leistungsfähigkeit bedeutet aber nicht nur Schutz vor Krankheit, sondern Steigerung der Lebensqualität!
Der Ansatz der kommunalen Gesundheitsförderung bietet hier eine hervorragende Chance. Es gibt mehrere Kriterien zu beachten, die allerdings mit einer Aufbruchstimmung, externen Finanzierungsmöglichkeiten und viel engagierter wie freudvoller Gemeinschaftsarbeit nachhaltig angegangen werden können.

Faktor Zeit: Der Ruf sollte jetzt nicht nur nach kurzfristigen Öffnungen und Lockerungen laut werden, der nur die Sportlichen erreicht, die schon vor der Pandemie in Vereinen organisiert waren. Jetzt ist die Zeit, eine größere Reichweite in die Bevölkerung zu schaffen und die Aufbruchstimmung aus der Pandemie zu nutzen. Natürlich sind kurzfristige Events und Projekte motivierend und sinnvoll, sollten allerdings in nachhaltige Programme überführt werden!

Erfolgsfaktor Struktur: Damit die Bemühungen rund um Bewegungsförderung im Sinne der Gesundheit nachhaltig wirken, müssen Strukturen geschaffen werden: Lenkungskreise in den Kommunen, in Einrichtungen wie Schulen, Pflegeeinrichtungen oder in den Betrieben – egal welcher Größe. Gemeinsam kann es hier gelingen, diese verschiedenen Lebenswelten auch synergetisch miteinander zu verknüpfen.

Erfolgsfaktor Information und Gesundheitskompetenz: Wichtig ist es, auf diesem Weg jeden einzelnen dort abzuholen, wo er gerade steht, und sukzessive die Kompetenzen themenvielfältig und alltagtagstauglich im Sinne der Gesundheit, Leistungs- und Widerstandskraft und damit der Lebensqualität weiter aufzubauen. Dazu zählen freudvolle Aktionen (bevorzugt in Gemeinschaft), genauso wie Infotainment (fundierte Informationen, die gleichsam unterhaltsam und interessant sind) bis hin zu erweiterten Qualifizierungsmaßnahmen (u.a. für sog. Multiplikatoren oder Lotsen). Kommunikation und zielgruppengerechte Ansprache ist ein wichtiger und bisweilen stark unterschätzter Faktor beim Gelingen von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung!

Faktor Ganzheitlich: Das Thema Gesundheit ist facettenreich und vielseitig. Dies überträgt sich auch auf die Prävention und Gesundheitsförderung, die stets ganzheitlich gedacht werden sollte: Nicht nur medizinisch oder in Bezug auf Bewegung, Ernährung, Stress oder gesundem Schlaf, sondern auch auf praxisnahe Umsetzungsmöglichkeiten und Chancen der Verstetigung. Psychologische Aspekte, finanzielle und materielle Ressourcen, Datenschutz, smarte digitale Lösungen etc. gehören ebenso mit dazu: Eine komplexe Herausforderung kann nur durch komplexe Netzwerke gemeistert werden, die mit Erfahrung, Expertise und evidenzbasierten Maßnahmen Lösungen und Antworten aufzeigen. Dazu gehört auch die Kenntnis über Sollbruchstellen (in Theorie und Praxis), die einer erfolgreichen Umsetzung oft im Wege stehen.

Unser Vorschlag:

1. Bilden Sie einen Steuerkreis, mit der Willensbekundung maßgeblicher Stakeholder in Ihrer Kommune!

a. entweder in Eigenregie oder Sie nutzen bestehende Strukturen, ggfs. erweitert durch externe Beratung und Finanzierung (bspw. Krankenkassen)

b. und/ oder Sie lassen sich durch die leitfadenkonforme Beratung des DSPN systematisch helfen, die gemeinsam mit der Gesellschaft für Prävention e.V. (GPeV) und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund einen fundierten Prozess-Zyklus für die kommunale Gesundheitsförderung entwickelt und erfolgreich erprobt hat.

c. Zudem: Implementierung des „Vitalportals“ als digital-begleitendes „Haus der Prävention“, auf dem flexibel neben den qualitätsgesicherten Infos auch im Baukastensystem alle anderen Maßnahmen eingebunden werden können („Sport im Park“, PLAYSPORTS, E-Akademie, individuelle Verhaltensprävention durch Verknüpfung zu Präventionsangeboten der Rentenversicherung, Krankenkassen o.a. Leistungsträger u.v.m.). Content ist a) allgemein und wird zudem b) individuell auf Kommune/ Organisation zugeschnitten.

2. Starten Sie mit einer kommunalen Maßnahme, bspw.:

a. „Sport im Park“: Eine etablierte Gemeinschaftsaktion von Vereinen und anderen Bewegungsanbietern, die unter der Leitung des Sportbundes und/ oder des Stadtmarketings o.ä. Gremien organisiert werden kann. Unter dem Motto: „Wenn die Menschen nicht zu den Bewegungsangeboten kommen, kommen die Angebote zu den Menschen“! Oder anders: Schnupperkurse und Tage der offenen Tür an ausgewählten Orten und Plätzen in der Stadt“ (Hier finden Sie eine wissenschaftliche Studie über die positiven Ergebnisse und Effekte, die „Sport im Park“ entfalten kann).

b. „Schritte-Challenge“: Durch die nahezu lückenlose Abdeckung von nutzbaren Endgeräten können diverse Anbieter diese Schnittstellen zusammenführen und mittels Smartphones oder Tracking-Uhren einen spaßigen Wettbewerb ausrufen – ein idealer Kick-off. Es geht aber nicht nur um den einzelnen, sondern die Frage: Welcher Sport-, Schützen- oder Karnevalsverein, welcher Stadtteil, welche Firma oder Schule läuft am meisten – schließlich auch im Vergleich mit anderen Kommunen! Gepaart mit dem individualisierbarem Vitalportal kann dies mit weiteren Angeboten und Informationen zur kommunalen Gesundheitsförderung nachhaltig und qualitätsgesichert kommuniziert werden.

c. Nutzung von digitalen Lösungen wie PLAYSPORTS, die sowohl im Vereins- und Anlagenmanagement als auch für das informelle Sporttreiben einfache Lösungen anbieten. Diese auf Dauer angelegte Nutzung fördert das Zusammenrücken von Sportinfrastruktur und den modernen Kundenwünschen nach einfachen, flexiblen Sportangeboten. Die Multi-Sport-App kann nicht nur für „Sport im Park“ oder andere kommunale und vereinsbezogene Events eingesetzt werden, sondern berücksichtigt auch kurzfristige Auflagen wie u.a. Kontaktbeschränkungen und lückenlose Kontakterfassung zwecks Nachverfolgung.

3. Nutzung des Aufbruchs sowie Verstetigung, Fortführung und systematische Entwicklung der Maßnahmen und Strukturen (u.a. durch Nutzung personeller, finanzieller und materieller Ressourcen aus Gesundheits-Netzwerken, Förderprogrammen, Sponsoring etc.)

Partner und Maßnahmen im Überblick

Administration und Organisation Kommunikation und Information Organisation und digitaler Service Netzwerk und Expertise
DSPN
Deutschland-wird-vital.de
PLAYSPORTS
Gesellschaft für Prävention e.V.
kurzfristig
Grundlage zur Schaffung partizipativer Strukturen, bedarfsgerecht und mit Erfahrung und Expertise von außen.
Sofortige Nutzung einer Plattform mit fundierten Informationen und zielgruppengerechten Vorschlägen, u.a. Plattform für Schritte-Challenge. Individualisierbar für jede Kommune/ Betrieb/ Organisation, mit Content-Flexibilität.
Downloadmöglichkeit der APP für Jeden, sofort nutzbar und integrierbar für Programme wie „Sport im Park“. Kann pandemiebedingte Auflagen berücksichtigen.
Die GPeV steht hier stellvertretend für zahlreiche Mitglieder ihres Netzwerkes - vom Wissenschaftler zum erfahrenen Praktiker, egal ob Bewegung, Ernährung, psychische Gesundheit oder andere weite Teile der Gesundheitsförderung und Präventivmedizin, Wirtschaft und Politik, Verbänden und Hochschulen. Beratung zu „Sport im Park“
langfristig
Etablierung von Steuerkreise, Implementierung von Maßnahmen, Strukturen und Prozesse sowie deren Evaluation und Kontrolle. Enge Kooperation mit GPeV und DtStGB.
Dauerhaftes, digitales „Zuhause“ für Infotainment, Themenvielfalt und Aktualität. Das Vitalportal fungiert als Navigator durch die „Welt der Prävention und Gesundheit“.
Smartes, digitales Management von formellen und informellen Sportanlagen, Förderung des Vereinssports und des niederschwelligen Verabredens zum „Sporttreiben“ in einer flexiblen Multi-Sport-Community.
Weitere Infos:

Besuchen Sie unseren digitalen Informationsabend – auch für Ihre individuellen Rückfragen.

Termine:
Ende März 2021, April 2021, Mai 2021
Organisation:
Gesellschaft für Prävention e.V.
Moderation:
Prof. (FH) Dr. Mathias Bellinghausen (HAM – Hochschule für angewandtes Management)
Referenten:

Uwe Lübking (Deutscher Städte- und Gemeindebund)

Fabian Ross (Geschäftsführer DSPN)

Dirk Schumacher (Deutschland-wird-vital.de by Portavit)

Dr. Fabian Becker (PLAYSPORTS)

Link zur Einwahl: