Vital Portal - Fachbegriffe

Hier findest Du eine Zusammenstellung der wichtigsten Fachbegriffe rund um die Themen der Prävention und Gesundheit.

A

ACE-Hemmer/AT1-Blocker

Kurzversion: ACE-Hemmer haben eine gefäßerweiternde Wirkung. Diese Weitung der Gefäße und Verringerung des Gefäßwiderstands geht mit einer Reduzierung des Blutdrucks einher. Aufgrund ihrer Wirkung dienen ACE-Hemmer insbesondere der Therapie des Bluthochdruckes (arterielle Hypertonie) und der chronischen Herzinsuffizienz (Herzschwäche). Wirkstoffe von ACE-Hemmern enden immer auf -pril, wie bspw. Captopril, Enalapril, Lisinopril, Perindopril und Ramipril.

Langversion: ACE-Hemmer bewirken eine Hemmung des Angiotensin-Converting-Enzyms. Durch eine folgende Blockade des den Angiotensin-1-Rezeptor (AT1-Blocker) bleibt eine Umwandlung von inaktivem Angiotensin-I in aktives Angiotensin-II aus. Anwendung finden ACE-Hemmer überwiegend in der Therapie des Bluthochdrucks. Hierbei können Sie einzeln (Monotherapie) oder in Kombination mit anderen Blutdrucksenkern (Kombinationstherapie), wie bspw. Calciumantagonisten oder Diuretika zum Einsatz kommen. Ferner werden ACE-Hemmer durch ihre Wirkeigenschaften auch nach Herzinfarkten und bei einer Herzmuskelentzündung verschrieben. Außerdem konnte in klinischen Studien nachgewiesen werden, dass ACE-Hemmer auch bei einer chronischen Herzinsuffizienz eine lebensverlängernde Wirkung hervorbrachte.

Unabhängig des ACE-Hemmers zählen zu den bekanntesten Nebenwirkungen trockener Husten, Hypotonie, akutes Nierenversagen, Hyperkaliämie. Eine Studie aus Großbritannien offenbarte, dass die Einnahme von ACE-Hemmern über fünf Jahre mit einem um 14 % erhöhten Risiko für Lungenkrebs einhergeht. Bei einer Verwendung von mehr als zehn Jahren stieg das Risiko der Patienten auf 31 % an (Hicks et al., 2018).

Während einer Schwangerschaft sind ACE-Hemmer kontraindiziert. Eine Verwendung während dieser Zeit geht mit Wachstums- und Knochenbildungsstörungen und dem Risiko einer erhöhten Sterblichkeit hervor. Neben diesen Nebenwirkungen können Wechselwirkungen mit immunsuppressiv wirkender Arzneistoffe hervorgerufen werden. Darüber hinaus gilt als erwiesen, dass ACE-Hemmer orale Antidiabetika und Insulin in ihrer blutzuckersenkenden Wirkung begünstigen.

ACE-Hemmer zählen in Deutschland zu einer der meistverwendeten Arzneimittel. Jeder Fünfte und jeder Zweite über 55 Jahren nimmt entsprechende Medikamente zur Behandlung von Bluthochdruck ein. Der Anteil der verordneten Tagesdosen verzeichnet für das letzte Jahrzehnt einen Anstieg um etwa 200 %.

Achillessehnenentzündung

Eine Achillessehnenentzündung ist zurückzuführen auf eine Überlastung der Achillessehne. Häufig tritt dies bei Läufern auf, insbesondere wenn diese lange Strecken auf Asphalt laufen. Personen mit einer Achillessehnenentzündung spüren meist Schmerzen von der Ferse bis in die Wade. In direkter Konsequenz heißt es für betroffene Personen eine mehrwöchige Sportpause einzulegen, damit die Entzündung vollständig abklingen kann. Zusätzlich kann die Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten oder eine physiotherapeutische Behandlung den Regenerationsprozess unterstützen. Wird die sportliche Belastung zu früh wieder aufgenommen, kann dies weitere Entzündungen hervorrufen bis hin einen Riss der Achillessehne nach sich ziehen.

Achtsamkeit

Ein Training der Achtsamkeit bedeutet ein Training, sich voll und ganz auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren ohne das, was geschieht, zu beurteilen. Häufig befinden die Menschen sich mit ihren Gedanken entweder in der Zukunft („was muss noch alles erledigt werden“) oder in der Vergangenheit („wäre es nicht schön gewesen, wenn…“). Ziel der Achtsamkeit ist es, den Fokus auf die Gegenwart zu richten und so zur Ruhe zu kommen. Das regelmäßige Durchführen von Achtsamkeitsübungen soll zu mehr Gelassenheit und Entspannung führen.

Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion

Bei der achtsamkeitsbasierten Stressreduktion (englisch: Mindfulness-Based Stress Reducion, „MBSR“) handelt es sich um ein von Jon Kabat-Zinn Ende der 70er Jahre in den USA entwickeltes Achtsamkeitstraining. Im Rahmen eines achtwöchigen Programms werden verschiedene Achtsamkeitsmethoden und theoretisches Wissen vermittelt, die zu innerer Ruhe und Gelassenheit führen sollen die regelmäßige Ausübung der Praktiken soll den Erhalt der psychischen Gesundheit unterstützten, den Umgang mit Stress verbessern und so zu einer Verbesserung der Lebensqualität führen.

Adaptation

Der Begriff Adaptation beschreibt die Anpassung des Organismus an veränderte Herausforderungen und Gegebenheiten. Sportliche Aktivität führt zur Veränderung des physischen Gleichgewichts und löst dadurch Anpassungsprozesse aus.

Adenosintriphosphat (ATP)

Das Adenosintriphosphat (ATP) ist der Energie Speicher und Lieferant all unserer Zellen. ATP wird bei der Muskelkontraktion und Organaktivität verbraucht. Es kann jedoch über verschiedene energetische Prozesse wiederhergestellt werden.

Adipositas

Kurzversion: Auch Fettleibigkeit genannt. Dies betrifft Personen mit starkem Übergewicht und einem BMI über 30. Definiert wird Adipositas durch die Weltgesundheitsorganisation mittels des Body-Mass-Index. Liegt der Quotient aus Körpergewicht in kg und der quadrierten Körpergröße in Metern über einem Wert von 30 spricht man von einer Adipositas Grad 1. Ab einem Wert von 35 wird Grad 2 und über 40 Grad 3 erreicht. Diese Art der Fettleibigkeit wird zum jetzigen Zeitpunkt nicht als Erkrankung, sondern eher als Gesundheitsbeeinträchtigung aufgrund eines ungesunden Lebensstils betrachtet.

Langversion: Mangelnde Bewegung und eine ungesunde Ernährung führen häufig zu einer massiven Gewichtszunahme, sodass man von einer Adipositas sprechen muss. In Deutschland ist etwa jeder vierte Bürger davon betroffen. Diese Fettleibigkeit birgt jedoch enorme Risiken für die Gesundheit. So ist sie beispielsweise für 80 % der Diabetes Typ 2-Erkrankungen, viele Herzerkrankungen und häufig auch für Schlaganfälle verantwortlich. Neben dem Body-Maß-Index ist auch das Fettverteilungsmuster am Körper ausschlaggebend für das Gesundheitsrisiko. Bei Menschen mit großen Fettansammlungen in der Bauchgegend ist das Risiko deutlich höher als bei Menschen mit einer gleichmäßigeren Verteilung. Ab einem Taillenumfang von über 88 cm bei Frauen und mehr als 102 cm bei Männern spricht man von einer bauchbetonten Adipositas, die ein deutlich höheres Risiko von Folgeerkrankungen aufweist.

Das hohe Gewicht belastet, aber natürlich auch die Muskeln und Gelenke übermäßig, was zu Schmerzen führen kann. Auch die Atmung kann durch die Last des Gewichts beeinträchtigt werden. Diese beiden Faktoren führen bei Betroffenen häufig dazu, dass sie sich weniger bewegen möchten, um den Körper zu schonen. Dies führt jedoch dazu, dass sich die Problematik weiter zuspitzt und schnell ein Teufelskreis beginnt.

Die Fettleibigkeit ist ein sehr großes Problem der Industrieländer, welches mittlerweile schon epidemische Ausmaße angenommen hat. Dennoch wird es oft nicht als Erkrankung, sondern eher als gesundheitliche Beeinträchtigung gesehen. Dieses Thema hat jedoch eine hohe Relevanz für unser Gesundheitssystem. Da immer mehr Menschen adipös werden und dadurch auch immer häufiger Folgeerkrankungen entstehen, steigen die Kosten für unser Gesundheitssystem stetig an.

Adrenalin

Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin bilden die Stresshormone. Bei der Ausschüttung fördert Adrenalin zahlreiche Prozesse im Körper und bereitet so auf körperliche Beanspruchung vor. Das Hormon wird vor allem in gefährlichen oder aufregenden Situationen ausgeschüttet.

Aerobe Schwelle

Die aerobe Schwelle ist ein Begriff aus der Sportphysiologie und beschreibt die niedrigste Belastungsintensität, bei der noch kein Anstieg des Laktat-Wertes im Blut erfolgt. Dies setzt voraus, dass die Muskulatur vollkommen durch den aeroben Stoffwechsel (Oxidation von Fettsäuren und Citratzyklus) energetisch versorgt wird. Durch die aerobe Energiebereitstellung kann eine sportliche Leistung in diesem Intensitätsbereich meist sehr lange erfolgen. Neben dem Einsatz als extensives Dauerlauftraining wird eine solch geringe Belastungsintensität auch als Regenerationsmaßnahme in der Trainingswissenschaft eingesetzt. Bei steigender Intensität und Anstieg der Laktatkonzentration spricht man vom aeroben-anaeroben Übergangsbereich.

Aerobic

Aerobic ist ein Fitnesssport, welcher zur Musik durchgeführt wird. Die Teilnehmer werden von einem Trainer durch eine Choreografie geführt, welche Kraft, Ausdauer und Koordination stärken soll. Hauptsächlich besteht diese aus gymnastischen und tänzerischen Elementen.

Akupunktur

Die Akupunktur beschreibt das Punktieren mit einer Akupunkturnadel auf definierte Punkte der Körperoberfläche als therapeutische Maßnahme. Diese Technik stammt aus der Traditionellen Chinesischen Medizin und soll zur Entspannung und Linderung von Schmerzen beitragen.

Allergien

Eine Allergie wird durch eine übermäßige Reaktion des Immunsystems hervorgerufen. Dabei sind Allergien nichts Seltenes. In Deutschland sind etwa 15 % von einer Allergie betroffen. Sport und Bewegung kann normalerweise weiter betrieben werden, jedoch sollten beispielsweise Zeiten mit starkem Pollenflug vermeiden werden. Bei stärkeren allergischen Reaktionen kann bei Bedarf über wenige Tage ein Antiallergikum eingenommen werden. Grundsätzlich, insbesondere bei langandauernden Reaktionen, sollten sie ärztlichen Rat aufsuchen. Dieser kann beispielsweise therapeutisch eine Hyposensibilisierung empfehlen.

Alkohol

Alkohol bzw. Ethanol entsteht durch die Gärung von Zucker enthaltenden Lebensmitteln. Als Zellgift schädigt es langfristig Zellen und Organe und verringert physische und psychische Leistungskapazitäten. Alkohol entsteht durch gären von Fruchtzucker oder anderen zuckerhaltigen Rohstoffen, wie Kartoffeln, Getreide oder Mais.

Alterungsprozess

Der Alterungsprozess ist die systematische und unumkehrbare Rückbildung körperlicher Funktionen. Dieses wird durch genetische Vorrausetzungen und externen Faktoren, wie zum Beispiel der individuellen Lebensgestaltung bestimmt.

American Football

American Football ist eine Ballsportart aus den Vereinigten Staaten, bei der die Mannschaft in Ballbesitz versucht, durch Spielzüge an Raum zu gewinnen. Gespielt wird 4×15 Minuten mit dem Ziel, den Ball durch Lauf- oder Passspielzügen in die gegnerische Endzone zu bringen und einen sogenannten Touchdown zu erzielen. Die angreifende Mannschaft hat immer 4 Versuche, um den Ball zehn Yards oder mehr in Richtung der Endzone zu bringen. Gelingt dies, gibt es weitere 4 Versuche. Scheitert die angreifende Mannschaft, wechselt der Ballbesitz.

Aminosäuren

Aminosäuren lebensnotwendiger Baustein aller Lebewesen und werden in 80 unterschiedliche Verkettungen unterschieden. Davon werden im menschlichen Körper etwa 20 Aminosäuren zum Aufbau von Proteinen (Proteinbiosynthese) und als Neurotransmitter genutzt. Zu differenzieren sind hierbei in zwei Formen der Verfügbarkeit von Aminosäuren. Neun dieser Aminosäuren werden als essenzielle Aminosäuren bezeichnet. Diese kann der Körper nicht selbst herstellen und müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Die sog. nicht essenziellen Aminosäuren kann der Körper selbst herstellen, sind dennoch nicht weniger notwendig.
In Ausnahmesituationen wie z. B. während einer ketogenen Diät oder intensivem Sport können Aminosäuren auch der Energiebereitstellung dienen, sind aber aufgrund ihrer Verbrennungseigenschaften schlechter zu verstoffwechseln (Gluconeogenese).

Anabolika

Anabolika verstärken „anabole“ (aufbauend) und „androgene“ (vermännlichend) Prozesse im Körper. Es sorgt dadurch für einen erhöhten Aufbau von Kraft und Muskeln. Die Nebenwirkungen sind vielseitig und verheerend. Der Handel mit Anabolika in Deutschland ist verboten.

Anämie

Der medizinische Begriff der Anämie bezeichnet einen Blutmangel im Körper. Genaugenommen handelt es sich hierbei um einen Mangel an Hämoglobin. Dieses ist vor allem für den Sauerstofftransport in unserem Blut verantwortlich. Deutlich wird dies durch Symptome wie Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen und Müdigkeit. Zurückzuführen ist eine Anämie auf einen Mangel an Eisen, weswegen auch tendenziell Frauen und Jugendliche häufiger betroffen sind. Ebenfalls ist bei einer ausschließlich vegetarischen Ernährungsweise auf einen ausreichenden Verzehr von eisenhaltigen Lebensmitteln zu achten. Zur ersten Diagnose ist ein Blutbild vom Hausarzt erforderlich. Mögliche Ursachen einer vorliegenden Anämie sind im ärztlichen Gespräch zu ergründen.

Anorexia nervosa

Anorexia nervosa, auch als Magersucht definiert, ist eine Essstörung, die durch einen starken Gewichtsverlust oder ein anhaltendes Untergewicht gekennzeichnet ist. Betroffene haben große Angst vor einer Gewichtszunahme, weshalb sie ihre Nahrungsaufnahme stark reduzieren, kontrollieren und Rituale diesbezüglich entwickeln. Häufig fühlen sich Betroffene in ihrem Körper sehr unwohl und nehmen sich selbst, obwohl sie erkennbar sehr dünn sind, als dick und kräftig wahr.

Arthritis

Arthritis bezeichnet den Zustand, wenn ein Gelenk akut oder immer wiederkehrend chronisch entzündet ist. Sind mehrere Gelenke davon betroffen, wird die Erkrankung Polyarthritis genannt. Der Betroffene klagt in den meisten Fällen über ein schmerzhaftes, geschwollenes, gerötetes und heißes Gelenk, welches schlecht beweglich ist. Ursachen für diese Erkrankung können einmalige Überbelastung, Infektionen oder auch Autoimmun-Erkrankungen, wie Gicht oder Rheuma sein. Neben einer ursächlichen Therapie sollte auch immer eine symptomatische Therapie erfolgen. Dazu gehört die Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten, die Kühlung und die Schonung der betroffenen Stelle.

Arthrose

Die Arthrose ist die meistverbreitete Gelenkerkrankung. Besonders bei älteren Menschen ist sie weit verbreitet. Denn eine Arthrose entsteht durch den Abbau von Knorpelzellen im Gelenk und dieser Abbau gehört zu den gängigsten altersspezifischen Veränderungen. Verletzungen oder Überbelastungen können jedoch auch frühzeitiger diese Erkrankung auslösen. Die ersten spürbaren Symptome für den Erkrankten sind häufig eine anfängliche Steifigkeit bei Bewegungen, sowie Schmerzen und Schwellungen besonders nach einer körperlichen Belastung. Hinzu kommt später ein knackendes Geräusch bei Bewegung und eine zunehmende Einschränkung der Beweglichkeit. Die Beschwerden werden anfangs durch Physio-/Bewegungstherapie, Medikamente oder Bandagen gelindert. Erst in einem späteren Stadium wird häufig zu einem operativen Eingriff geraten, da dieser Risiken birgt. Dabei wird häufig auf einen künstlichen Gelenkersatz zurückgegriffen. Andernfalls kann eine Versteifung, eine Umstellung des Gelenks oder die Entfernung und künstliche Züchtung von Knorpel erfolgen, um die Erkrankung zu behandeln.

Asthma bronchiale

Als Asthma, auch Asthma bronchiale genannt, wird eine entzündliche Atemwegserkrankung bezeichnet, die bei dem Erkrankten Atemnot durch eine Verengung der Luftwege hervorruft. Diese weit verbreitete Erkrankung kann dabei sehr stark in ihrer Ausprägung variieren. Übereinstimmend ist jedoch die Ursache aller Formen. Ein bestimmter Reiz, z. B. ein allergieauslösender Partikel, bewirkt einen krampfartigen Zusammenzug der Atemwege. Dadurch erleidet der Patient eine Atemnot, die mit der Produktion von Schleim einhergeht. Dieser Schleim verschärft jedoch in den bereits eng gestellten Atemwegen die Problematik und der Kreislauf beginnt von vorne. Bei der Unterbrechung des Kreislaufs helfen verschiedene Medikamente, die dem Zusammenziehen der Atemwege entgegenwirken. Zudem können Sport, Entspannung, Inhalation und die Vermeidung von auslösenden Faktoren den Erkrankten helfen, einen nahezu unbeschwerten Alltag zu bestreiten.

Atemminutenvolumen

Das Atemminutenvolumen beschreibt die Menge der Atemluft, die in einer Minute ein- und ausgeatmet wird. Es errechnet sich aus dem Atemvolumen pro Atemzug und der Anzahl an Atemzügen pro Minute. Das Atemminutenvolumen wird in Litern angegeben und beträgt in Ruhe ca. 6-8 Liter pro Minute. Bei Belastung steigert es sich um das Drei- bis Vierfache, bei gut trainierten Sportlern sogar um mehr als das Zehnfache. Das Atemminutenvolumen ist eine häufig genutzte Ausdrucksform für pro Zeit gemessene Atmung, welche allgemein als Atemzeitvolumen (AZM) bezeichnet wird.

Ausdauertraining

Mit gezieltem Ausdauertraining wird das physiologische Ziel zur Steigerung der „Fähigkeit eine gegebene Leistung über einen möglichst langen Zeitraum durchhalten zu können. Somit ist [sie] identisch mit Ermüdungs-Widerstandsfähigkeit“ (Hollmann und Strüder, S. 267). Neben dem Leistungssport hat Ausdauertraining im Gesundheits- und Rehabilitationssport bedeutsame Relevanz. Viele Studien belegen den positiven Einfluss des Ausdauertrainings auf das Herz-Kreislauf-System und signifikanten Verringerung des Herzinfarkt-Risikos. Darüber hinaus sind neben positiven Effekten auf das Immunsystem auch Verbesserungen des Blutbildes belegt. Das Ausdauertraining unterscheidet sich neben den Ausdauerformen von Kurz-, Mittel und Langzeitausdauer in unterschiedliche Trainingsformen: Dauermethode, Intervallmethode, Wettkampfmethode und Wiederholungsmethode.

Autogenes Training

Autogenes Training ist eine Entspannungstechnik, welche sich der Autosuggestion bedient. Durch erzeugte Wärme- und Schweregefühle dient es dem Stressabbau. Hervorgebracht wurde das autogene Training im Jahr 1932 vom Berliner Psychiater Johannes Heinrich Schultz, welcher dieses aus der Hypnose entwickelte und in seinem Buch „Das autogene Training“ veröffentlichte. Inzwischen ist das autogene Training in Deutschland eine anerkannte Methode der Psychotherapie.

B

Ballaststoffe

Ballaststoffe sind überwiegend unverdauliche Bestandteile der Nahrung. Unterschieden wird dabei in lösliche Fasern, die aus Pektinen und Herzen bestehen und in unlösliche Fasern aus (Hemi-)Zellulose. Ballaststoffreiche Lebensmittel sind insbesondere Getreideprodukte, Gemüse und Früchte sowie in geringen Mengen auch Milch. Ballaststoffe haben eine hohe Bedeutung für die Mikroorganismen im Dickdarm und fördern hinzu die Darmtätigkeit und dessen Entleerung. Demzufolge kann eine ballaststoffreiche Ernährung das Auftreten von Verstopfungen verringern. Durch ihre hohe Wasserabsorption ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehl eine tägliche Verzehrmenge von mindestens 30 Gramm für eine erwachsene Person.

Bandscheibenvorfall

Ein Bandscheibenvorfall beschreibt den Zustand, wenn der Faserknorpelring der Bandscheibe ganz oder teilweise durchgerissen ist und gallertartiges Gewebe aus dem inneren der Bandscheibe nach außen dringt. Je nach Position, an der das Gewebe aus der Bandscheibe dringt, kann es auf die Nervenwurzeln des Rückenmarks drücken und symptomatisch Rückenschmerzen bis hin zu neurologischen Ausfallerscheinungen verursachen. Häufig sind Verschleißprozesse und Fehlbelastungen die Ursache für einen Bandscheibenvorfall. Nur in seltenen Fällen wird dieser durch einen Unfall hervorgerufen. In allen Fällen ist ärztlicher Rat aufzusuchen, um die Krankheitsursache und Auswirkungen entsprechend zu behandeln.

Bandverletzung

Der Begriff Bandverletzung beschreibt eine strukturelle Schädigung eines Bandes. Diese wird meistens durch ein Trauma ausgelöst, die durch ein Trauma ausgelöst wird. Die Struktur kann dadurch entweder gedehnt, teilweise oder vollständig gerissen sein. Schmerzen und Funktionsbeeinträchtigung des Gelenks sind häufig die Folge.

BCAA

BCAA steht übersetzt für verzweigtkettige Aminosäuren (Branched-Chain Amino Acids). Hinter diesem Begriff verbergen sich die essentiellen Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin, welche der Körper nicht selbst herstellen kann. Im sportlichen Kontext werden BCAA als Nahrungsergänzung supplementiert, da ihnen im Kraftsport ein positiver Effekt im Muskelaufbau und eine bessere Leistungsfähigkeit im Ausdauersport nachgesagt wird. Wissenschaftlich ist dies jedoch nicht eindeutig belegt.

Behindertensport

Behindertensport umfasst jeglichen Sport bis hin zur Bewegungstherapie, die von Menschen mit körperlicher und/ oder geistigen Behinderungen ausgeführt wird. Durch die Unterschiede in der funktionellen Einschränkung der SportlerInnen werden diese bei wettkampfbetriebenen Sportarten in sogenannte Startklassen unterteilt. Verantwortlich für den organisierten (Vereins-)Sport ist der Deutsche Behindertensportverband. Auf internationaler Ebene werden Wettkämpfe bei den Paralympics (Olympische Spiele für körperlich Behinderte), Deaflympics (Gehörlose) und den Special Olympics World Games (geistige Behinderung) ausgetragen.

Belastungs-EKG

Das Belastungs-EKG ist eine medizinische Standartuntersuchung zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislaufsystems. Mit Hilfe auf der Haut angebrachter Elektroden wird die Herztätigkeit erfasst, während der Patient einer steigenden körperlichen Belastung ausgesetzt wird. Diese Belastung wird zumeist auf einem Fahrradergometer erzeugt. Auf diese Weise können Herzprobleme, wie zum Beispiel eine Unterversorgung des Herzmuskels, erkannt werden, die nur unter Anstrengung auftreten und in Ruhe nicht zu erkennen sind. Da eine körperliche Anstrengung für manche Patienten Risiken bergen können, gibt es mehrere festgeschriebene Regeln und Abbruchkriterien, wie z.B. Unwohlsein oder Schwindel, die von den Ärzten beachtet werden und für eine sichere Diagnostik sorgen.

Belastungsempfinden

Das Belastungsempfinden beschreibt die eigene Wahrnehmung der sportlichen Belastung. Je nach Trainingsziel und -methode kann dieses bewusst sehr leicht oder auch sehr anstrengend sein. Als allgemeine Empfehlung, ohne Trainingsziele zu berücksichtigen, darf dieses subjektive Empfinden als „etwas anstrengend“ beschrieben werden. Denn viele Freizeitsportler preschen voller Motivation gleich los und merken schnell, dass die Anstrengung zu groß ist und verlieren möglicherweise die Freude am Sport. Eine entsprechende Beurteilung des Belastungsempfindens kann dabei helfen, die individuell richtige Belastung zu finden. Ein Mittel der Wahl ist dabei die BORG-Skala.

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM/ engl. Corporate Health) ist der Aufbau von gesundheitsförderlichen Strukturen, die Einführung und Überwachung von Gesundheits-, Arbeits- und Unfallschutz sowie die Steuerung und Entwicklung von Prozessen mit dem Ziel, die Organisation und das einhergehende Verhalten am Arbeitsplatz gesundheitsförderlich zu gestalten. Neben der Gesundheitsförderung der Mitarbeitenden (Betriebliche Gesundheitsförderung/ BGF) zählen dazu auch der Arbeitsschutz mit seiner physischen und psychischen Gefährdungsbeurteilung, das Betriebliche Eingliederungsmanagement sowie arbeitsmedizinische Leistungen. Eine gesundheitsförderliche Unternehmenskultur trägt zu einem positiven Unternehmensimage im Sinne eines Employier Brand oder der Corporate Social Responsibility bei. Die Möglichkeiten der Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagement sind dabei sehr vielfältig. Diese Steuerung und Organisation kann durch einen externen Dienstleister erfolgen oder ebenso betriebsintern durch einen diesem Themengebiet verantwortliche Person bis hin zu einem Gesundheitszirkel, abhängig von der Unternehmensgröße. Im Gegensatz zum Arbeitsschutz und dem Betrieblichen Eingliederungsmanagement gibt es für die Betriebliche Gesundheitsförderung keine gesetzliche Verpflichtung für dem Arbeitgeber.

Bioelektrische Impedanzanalyse

Mit einer bioelektrische Impedanzanalyse wird die Zusammensetzung des menschlichen Körpers gemessen, beispielsweise zu wie viel Prozent er aus Fett- oder Muskelmasse besteht. Spezielle Messgeräte messen dabei den Widerstand ihrer Körperzusammensetzung, welcher durch ein elektromagnetisches Feld erzeugt wird. Körperfett hat einen anderen Widerstand als Muskelmasse. Inzwischen gibt es auch spezielle Waagen für den Hausgebrauch, welche hinsichtlich ihrer Aussagekraft jedoch keine so exakten Ergebnisse vorweisen.

Biomechanik

Die Biomechanik beschäftigt sich mit der Mechanik biologischer Organismen. Die Biomechanik untersucht auch die Reaktionen auf mechanische Belastungen (bspw. Reaktion des Knorpels im Knie auf Sprünge). Dazu verwendet sie Methoden und Bezeichnungen aus der Physiologie, Anatomie und Mechanik.

Blut

Das menschliche Blut ist zuständig für die Versorgung der verschiedenen Strukturen des Körpers. Dabei sorgt das Herz-Kreislaufsystem für die Zirkulation, so dass über die Blutgefäße und deren durchlässigen Wände verschiedene Stoffe im Körper ausgetauscht werden können.

Blutdruck

Unter dem Blutdruck wird meist der arterielle Blutdruck in den größeren Arterien verstanden. Bedingt ist der Blutdruck durch das Herzzeitvolumen und dem Gefäßwiderstand. Gemessen wird der Blutdruck in mmHg (Millimeter Quecksilbersäule). Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck hat negative Auswirkungen auf die Gesundheit. Da der Blutdruck subjektiv schlecht wahrnehmbar ist, sollte er regelmäßig überprüft werden, um mögliche Krankheitsanzeichen frühzeitig zu erkennen. Ab einem Blutdruck von 140 zu 90 mmHg spricht man von arterieller Hypertonie (WHO/ISH Hypertension guidelines). Eine frühzeitige Diagnose ist von hoher Bedeutung, da ein Bluthochdruck ein mitunter Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall zur Folge haben kann.

Body-Mass-Index

Der Body-Mass-Index (BMI) dient der Bewertung des Körpergewichts im Verhältnis zu der Körpergröße der Person. Berechnet wird der BMI anhand folgender Formel: Körpergewicht (in Kg)/Körpergröße² (in Meter). Ein BMI unter 18,5 kg/m² deutet auf ein Untergewicht hin. Ein Wert zwischen 18,5 und 25 kg/m² liegt im Normalbereich. Liege der Wert des BMI zwischen 25 und 30 kg/m² beschreibt dies ein übergewichtiges Körpergewicht und ab einem Wert von über 30 kg/m² gelten Personen als adipös und sind behandlungsbedürftig. Bei der Interpretation des BMI ist zu beachten, dass weder das Geschlecht noch die individuelle Zusammensetzung von Fett- und Muskelgewebe berücksichtigt werden. Der durchschnittliche BMI liegt in Deutschland bei 26,7 (Männer) und 25,1 (Frauen), wovon insgesamt 25 % als adipös gelten.

BORG-Skala

Mithilfe der sogenannten BORG-Skala wird die situativ empfundene Belastung während eines Trainings beurteilt. Die Skalenwerte reichen dabei von 6 bis 20, wobei ein Wert von 6 keinerlei Anstrengung entspricht und ein Wert von 20 mit einer maximalen Anstrengung einhergeht. Bei einer Trainingseinheit mit geringer Intensität sollte ein subjektives Belastungsempfinden dem Bereich zwischen 10 und 12 entsprechen. Bei hohen Trainingsintensitäten darf ein subjektives Belastungsempfinden auch gerne im Bereich von 16 bis 18 liegen. Multipliziert mit dem Faktor 10 sollt dies etwa der Herzfrequenz entsprechen. Dieses Mittel dient somit der Steuerung der Trainingsintensität, insbesondere wenn keine weiteren technischen Hilfsmittel wie beispielsweise ein Pulsmesser zur Verfügung steht.

Borreliose

Die als Borreliose bekannte Erkrankung wird durch das Bakterium Borrelia burgdorferi ausgelöst. Verbreitet ist die Aussage, dass Borreliose durch einen Zeckenbiss übertragen wird, doch ebenso können auch weitere Insekten wie beispielsweise Bremsen oder Stechmücken die Krankheit übertragen. Das Risiko einer Erkrankung durch einen Zeckenbiss liegt in unserer westlichen Region bei ca. 1:300. Dennoch gilt es Vorsicht zu wahren, denn eine Borreliose kann neben den Organen auch unser Nervensystem schädigen. Um sich zu schützen, sollten auch im Sommer leichte, aber längere Kleidung insbesondere an den Beinen getragen werden. Sollt es dennoch zu einem Zeckenbiss gekommen sein, sollte schnellstmöglich die gesamte Zecke inklusive ihres Mundwerkzeuges entfernt werden. Greif dafür mit einer Pinzette möglichst nach an ihrer Hautoberfläche und ziehe die Zecke langsam aus der Haut.

Bulimie

Personen mit Bulimie (Bulimia nervosa) leiden unter einer Essstörung. Die als Ess-Brechsucht bekannte Erkrankung zeichnet sich dadurch aus, dass Betroffene weit über ihren Appetit Nahrung zu sich nehmen und anschließend ein selbstinduziertes Erbrechen folgt. Zu über 90 % sind hierbei Frauen davon betroffen. Ausgelöst wird dieses Verhalten durch eine negative und gestörte Selbstwahrnehmung des eignen Körpers, gepaart mit einer starken Sorge vor einer Gewichtszunahme. Auf Dauer hat dies Schädigungen der Organe als auch des Herz-Kreislauf-Systems zur Folge. Sollte eine ihnen nahestehende Person unter Bulimie leiden, sollte eine psychotherapeutische Beratung aufgesucht werden, mit dem Ziel einer Normalisierung des Essverhaltens.

C

Cholesterin

Chemisch betrachtet ist Cholesterin ein fettartiger Naturstoff, der in allen tierischen und menschlichen Zellen vorkommt. Für den menschlichen Organismus dient Cholesterin der Stabilisierung von Zellmembranen und ist für die Hormonproduktion und Nervenfunktion essenziell. Neben diesen Eigenschaften kann ein zu hoher Cholesterinspiegel auch negative Auswirkungen und Erkrankungen, wie beispielsweise Hypercholesterinämie und Gallensteine nach sich ziehen. Hypercholesterinämie gilt ferner als ein bedeutsamer Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Um entsprechende Erkrankungen vorzubeugen, sollte der Wert des Gesamtcholesterin möglichst unter 200 mg/dl, noch, besser noch unter 150 mg/dl liegen. Zum Vergleich liegt der durchschnittliche Wert in der Altersgruppe von 35 bis 65 Jahren bei 236 mg/dl.
Zur Prävention eignet sich insbesondere sportliche Aktivität, als auch in Folge dieser eine Gewichtsreduktion. Der Einfluss der Ernährung gilt als umstritten.

Corporate Health

Corporate Health (dt. Betriebliches Gesundheitsmanagement) ist der Aufbau von gesundheitsförderlichen Strukturen, die Einführung und Überwachung von Gesundheits-, Arbeits- und Unfallschutz sowie die Steuerung und Entwicklung von Prozessen mit dem Ziel, die Organisation und das einhergehende Verhalten am Arbeitsplatz gesundheitsförderlich zu gestalten. Neben der Gesundheitsförderung der Mitarbeitenden (Betriebliche Gesundheitsförderung/ BGF) zählen dazu auch der Arbeitsschutz mit seiner physischen und psychischen Gefährdungsbeurteilung, das Betriebliche Eingliederungsmanagement sowie arbeitsmedizinische Leistungen. Eine gesundheitsförderliche Unternehmenskultur trägt zu einem positiven Unternehmensimage im Sinne eines Employier Brand oder der Corporate Social Responsibility bei. Die Möglichkeiten der Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagement sind dabei sehr vielfältig. Diese Steuerung und Organisation kann durch einen externen Dienstleister erfolgen oder ebenso betriebsintern durch einen diesem Themengebiet verantwortliche Person bis hin zu einem Gesundheitszirkel, abhängig von der Unternehmensgröße. Im Gegensatz zum Arbeitsschutz und dem Betrieblichen Eingliederungsmanagement gibt es für die Betriebliche Gesundheitsförderung keine gesetzliche Verpflichtung für dem Arbeitgeber.

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Dehnung / Streching

Das Dehnen (und Stretching) zur Vorbereitung auf die nachfolgende sportliche Belastung, als auch der Verbesserung der Beweglichkeit und Gelenkigkeit. Ferner soll es das Verletzungsrisiko minimieren und den Regenerationsprozess ermüdeter Muskulatur fördern. Die genaue Wirkungsweise des Dehnens ist in der Wissenschaft nicht genau belegt und umstritten (Sölveborn, 1989; Weineck, 2007). Zu unterscheiden ist zwischen einem dynamischen Dehnen und dem statischen Dehnen (Stretching). Beim dynamischen Dehnen wird mit sanft federnden Bewegungen neuronal die Muskulatur aktiviert und die intermuskuläre Koordination geschult. Diese Form des Dehnens bietet durch das Ausbleiben von ohne starke Dehnungsreizen vor allem vor einer sportlichen Belastung an. Das statische Dehnen ist durch eine haltende Dehnungsposition der zu dehnenden Muskelgruppe gekennzeichnet. Durch das Halten in der (maximalen) Dehnung soll nachfolgend die muskuläre Spannung reduziert werden. Durch die eingeschränkte Durchblutung und Reduzierung der Muskelspannung ist diese Form der Dehnung eher zur Nachbereitung einer sportlichen Belastung oder als eigenständige Trainingseinheit ratsam.

Dehydration

Dehydration beschreibt ein akutes Wasserdefizit im Körper. Wasser kann über den Stuhl, Atmung, Urin und Schweiß ausgeschieden werden. Wird nicht genug Flüssigkeit nachgeführt kann es zu schweren Symptomen kommen. Bei einem Defizit von 12 % kommt es zu einem Schock.

Depression

Die Depression ist eine der häufigsten psychischen Erkrankungen – mit steigender Häufigkeit und zumeist sehr komplex. In Deutschland erleidet statistisch mit 17,1 % aller Erwachsenen fast jeder fünfte an einer depressiven Episode. Dabei sind Frauen etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer und ältere Menschen häufiger als jüngere. Menschen, die an einer Depression leiden, empfinden häufig eine gedrückte Stimmung, ein geringes Selbstwertgefühl und ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit. Mangelnde Lebensfreude und starke Antriebslosigkeit gehen häufig mit einem Interessensverlust an Aktivitäten und Hobbys sowie einem Rückzug aus sozialen Kontakten einher. Ein aktiver Lebensstil und regelmäßige Bewegung führen zu einer deutlichen Reduzierung des Risikos, depressive Krankheitszeichen zu entwickeln. Die positiven Auswirkungen zur Reduzierung von depressiven Symptomen sind umfassend untersucht und bestätigt. Schon im Jahr 1976 konnten entsprechende Effekte nachgewiesen werden.

Diabetes Mellitus

Diabetes Mellitus wird auch als Zuckerkrankheit bezeichnet und beschreibt eine Störung des Stoffwechsels die zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel führt. Man unterscheidet allgemein die beiden Krankheitsformen Diabetes Typ-1- und Typ-2 sowie die Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes), welche unmittelbar behandlungsbedürftig ist, jedoch nach Beendigung der Schwangerschaft in der Regel wieder verschwindet. Während Typ 1 vorrangig auf genetische Dispositionen zurückgeführt wird, ist der Typ 2 lebensstilbedingt und wird umgangssprachlich auch „Altersdiabetes“ genannt.

Dialyse

Eine Dialyse ist ein Trennungsverfahren unseres Bluts, welches auch als künstliche Blutwäsche bezeichnet werden kann. Ihren Einsatz findet die Dialyse, wenn die Niere in ihrer Funktion stark eingeschränkt ist oder es zu einem Nierenversagen gekommen ist. Mittels der Dialyse wird überschüssiges Wasser und schädliche Substanzen aus dem Blut entnommen. Dieses Verfahren findet meist in einem speziellen Dialyse-Zentrum statt, kann aber auch bei Notwenigkeit zu Hause beim Patienten stattfinden.

Diät

Diät steht ursprünglich für Lebensweise; heute jedoch ist damit meist eine kurzfristige Veränderung der Essgewohnheiten gemeint. Diäten werden zur Gewichts Zu-/Abnahme verwendet sind aber meist nicht langfristig praktizierbar, da sie häufig mit Verzicht und einseitiger Ernährung verbunden sind.

Diuretika

Diuretika sind harntreibende und blutdrucksenkende Arzneimittel, die insbesondere für die Therapie von Ödemen, arterieller Hypertonie und bei einer Herzinsuffizienz eingesetzt werden. Diuretika sind am Nephron der Niere wirksam und bewirken, dass vermehrt Harn ausgeschieden wird. Mit dem Einsatz von Diuretika wird somit eine negative Flüssigkeitsbilanz erreicht, womit eine Gewichtsreduktion einhergeht. Die Einnahme erfolgt üblicherweise morgens, sodass die Patienten in der Nacht nicht aufstehen müssen.

Diversity

Diversity meint übersetzt Vielfalt oder auch Diversität und ist ein internationaler Ausdruck ebenso für die Gemeinsamkeiten von Menschen wie auch deren Unterschiedlichkeit. Ansätze von Diversity zielen auf der Basis von Menschenrechten auf Chancengleichheit und Antidiskriminierung ab. Ein Ansatz geht aus politischen Bewegungen und Kämpfen, wie beispielsweise der schwarzen Bürgerrechtsbewegung der USA hervor. Die Vielfalt von Menschen wird als Potenzial und Chance gesehen und verlangt in gesellschaftlichen Strukturen dies als Ressource und nicht als Problem anzusehen. Letzteres beschreibt den unternehmerischen Diversity-Ansatz, die Vielfalt von Mitarbeitenden zu nutzen.

Doping

Doping bezeichnet das Anwenden und die Nutzung körperfremder Substanzen an nicht erkrankten Menschen unter Absicht der ungerechten und unnatürlichen Leistungssteigerung für den Wettkampf. Die WADA (World Anti Doping Agentur) führt eine Liste mit allen verbotenen Substanzen und Methoden, sowie eine klare Festlegung der „Dopinggesetze“ über den World Anti-Doping Code.

E

Echokardiographie (EKG)

Die Echokardiographie (EKG) stellt die zentrale bildgebende Methode der Kardiologie dar. Sie ist universell einsetzbar, schnell durchführbar, mobil und hat keine Kontraindikationen. Sie wird in allen Leitlinien zu Herzinsuffizienz, Klappenerkrankungen, Notfallmedizin und koronarer Herzerkrankung als primäre Bildgebung zur Darstellung des Herzens empfohlen. Entscheidende Faktoren für eine qualitativ hochwertige echokardiographische Untersuchung sind die Untersucherqualifikation, Dokumentationsqualität und Geräteausstattung.

Eiweiß

Eiweiß/Protein ist essenziell für den Aufbau von Zellen. Milchprodukte, Getreide und Fleisch sind eiweißreiche Lebensmittel. Eiweißreiche Lebensmittel sind Milch und Milchprodukte, Getreide und Fleisch. Der Körper kann immer nur so viel Eiweiß verwenden, wie er verarbeiten kann, da er Eiweiß nicht speichern kann.

Energiebedarf

Der Energiebedarf eines Menschen beschreibt die für eine ausgeglichene Energiebilanz (Energieaufnahme entspricht Energieverbrauch) benötigte Energiezufuhr eines Menschen pro Tag. Er entspricht dem Energieverbrauch und wird offiziell in Joule (J) angegeben, wobei die Benutzung von der Einheit Kilokalorien (Kcal) gebräuchlicher ist.

Energieumsatz

Der Energieumsatz (Energieverbrauch) eines Menschen beschreibt jegliche Stoffwechselvorgänge, die im Körper Nährstoffe in Energie umwandeln. Diese Umwandlung benötigt er zur Aufrechterhaltung der Körperfunktion, zur Regulation des Wärmehaushalts sowie für jede Form der geistigen und körperlichen Aktivität. Der Energieverbrauch ist sehr individuell und zwischen verschiedenen Menschen sehr unterschiedlich. Er schwankt außerdem abhängig von der Tageszeit sowie der Belastung des Körpers. Der Energieumsatz lässt sich grob in die beiden Bereiche Grundumsatz und Leistungsumsatz einteilen. Diese bilden gemeinsam den Gesamtumsatz, also die am Tag insgesamt verbrauchte Energie.

Entspannungstechniken/- verfahren

Die Gemeinsamkeit aller Entspannungsverfahren liegt in dem Schaffen einer Entspannungsreaktion, bei welcher trophotope Reaktionsmuster hervorgerufen werden. Diese meinen Veränderungen vegetativer Funktionen, wie beispielsweise die Abnahme der Herzfrequenz und eine ruhige Atmung. Weitere Charakteristika sind Desaktiviertheit, affektive Merkmale wie Ruhetönung und kognitiv-perzeptive Merkmale, wie das Begrenzen der Aufmerksamkeit auf selektiv Wahrnehmungsvorgänge und das Mindern der Wahrnehmung externer Reize. Solche Verfahren dienen zur Loslösung automatisierter Attributionsvorgänge, um diese mit neuen Attributionen zu erweitern. Als wissenschaftlich bewiesene Verfahren gelten das autogene Training, progressive Relaxation und (Ruhe-) Hypnose, welche häufig als Element in psychotherapeutischen und psychiatrischen Behandlungen genutzt werden.

Elektrolyte

Aus chemischer Betrachtung sind Elektrolyte dafür verantwortlich, im Wasser Ionen abzugeben. Häufig sind Sportgetränke auch als Elektrolytgetränke bezeichnet, wenn diese besonders mit Natrium, Kalium, Magnesium etc. angereichert sind. Dies soll den Mineralienverlust durch erhöhten Schweiß beim Sport ausgleichen. Gängiges Mineralwasser reicht hierbei allerdings schon aus. Bei besonderes hohem Schweißverlust über einen längeren Zeitraum ergänzen beispielsweise Triathleten ihre Wasserzufuhr mit einer Messerspitze Kochsalz.

Ergometer

Ein Ergometer ist ein Gerät zur Messung der Leistung während körperlicher Arbeit. Es gibt diese in den verschiedensten Formen, aber alle haben letztendlich dieselbe Funktion. Ruder-Ergometer, Crosstrainer-Ergometer, Fahrrad-Ergometer, Laufband-Ergometer sind nur eine kleine Auswahl. Ergometer sind im Vergleich zu Heimtrainern mit elektronisch gesteuerten elektromagnetischen Bremsen ausgestattet. Der eingestellte Widerstand kann sehr genau in Watt eingestellt werden und so optimal an die Trainingsfrequenz angepasst werden. Wenn Sie also langsam fahren, steigt der Widerstand und es muss mehr Kraft aufgewendet werden, um die ausgewählte Leistung zu erzielen. Wird das Tempo gesteigert, reduziert sich der Widerstand.

Essstörungen und Sport / Anorexia athletica

Anorexia athletica beschreibt partielle Verhaltensweise von Anorexia nervosa bei Athletinnen und Athleten. Aufgrund des gesellschaftlich hohen Stellenwerts von Leistungssport und im Zusammenhang mit medialer Berichterstattung, entsteht für Athletinnen und Athleten ein gewisser Druck, den Ansprüchen und Normen zu entsprechen, wie beispielsweiseeiner bestimmten Gewichtsklasse zuzugehören. Dies kann zu einer Veränderung des Essverhaltens führen bis hin zu anorektischen und bulimisch ähnlichem Verhalten.

Evaluation

Der Definition nach bedeutet Evaluation die „sach- und fachgerechte Bewertung und Untersuchung“. Im Sinne der Prävention und Gesundheitsförderung handelt es sich hierbei meist um die Nachbetrachtung von Interventionen und Gesundheitsprogrammen. Doch auch während der Maßnahme kann durch eine begleitende Evaluation schon Steuerung auf die Intervention genommen werden und Verbesserungsmöglichkeiten umgesetzt werden. Ziel der Evaluation ist es, die Wirkung der jeweiligen Intervention zu erfassen und Erkenntnisse und insbesondere Verbesserungspotenziale in nachfolgende Projekte und Einheiten einfließen zu lassen. Die Evaluation kann dabei intern selbst erfolgen oder auch extern durch eine außenstehende Personen oder Forscherteams erfolgen.

Extensives Ausdauertraining

Im Gegensatz zum intensiven Ausdauertraining oder auch dem Intervalltraining geht es beim extensiven Ausdauertraining um Aufrechthaltung einer Trainingsbelastung über eine möglichst lange Zeit. Möglich macht dies eine niedrige Intensität des Ausdauertrainings bei etwa 55 bis 75 % der maximalen Herzfrequenz. Ziel ist es hierbei, die metabolischen Stoffwechselprozesse an eine längere Belastung zu gewöhnen, als auch deren Ökonomie zu verbessern.

F

Fasten

Das Fasten beschreibt heutzutage den freiwilligen Verzicht auf feste Nahrungsmittel für einen bestimmten Zeitraum. Aufgrund der ausbleibenden Nahrungszufuhr wird in diesem Zeitraum der Mangel an Makro- und Mikronährstoffen durch Körpereigene Reserven abgedeckt. Zudem erfolgt eine Anpassung des Stoffwechsels, um lebensnotwendige Funktionen des Organismus sicherzustellen. Der Ursprung liegt im evaluationsbiologisch bedingten Fasten, dem früheren Mangel an Nahrungsangeboten, aus welchem sich Fastenkulturen mit religiösen-spirituellen und medizinisch- therapeutischen Absichten entwickelten.

Fettsäuren - gesättigt

Die Hauptquellen von gesättigten Fettsäuren sind meist tierischen Produkte wie Fleisch, Milch, Butter und Schmalz. Doch auch einige Pflanzenfette wie zum Beispiel Kokosfett, Palmöl und Palmfett enthalten eine hohe Menge an gesättigten Fettsäuren. Gesättigte Fettsäuren erkennen Sie häufig daran, dass diese in ihrer Konsistenz fest sind. Diese Eigenschaft der einfacheren Verarbeitung macht sich insbesondere die Nahrungsmittelindustrie zunutze. In ihrer Wirkung auf unseren Organismus haben gesättigte Fettsäuren die negative Eigenschaft, dass sie neben unseren Blutfetten auch das „schlechte“ LDL-Cholesterin und Gesamtcholesterin erhöhen. Einhergehend verschlechtert es die Gesundheit des Herz-Kreislaufsystems und erhöht das Risiko für koronare Herzerkrankungen. Die DGE als auch die europäische EFSA empfehlen nicht mehr als zehn Prozent der täglichen Gesamtenergiezufuhr durch gesättigte Fettsäuren abzudecken. Der durchschnittliche Verzehr an gesättigten Fetten liegt in Deutschland allerdings bei etwa 15 % der zugeführten Tagesmenge. Hier schließen wir uns entsprechender Empfehlungen an, möglichst gesättigte durch mehrfach ungesättigte Fettsäuren auszutauschen. Dies gelingt Ihnen am besten, indem Sie tierische Fette und Lebensmittel reduzieren, und vermehrt pflanzliche Fette und Lebensmittel verwenden.

Fettsäuren - ungesättigt

Der Körper ist in der Lage, die meisten ungesättigten Fettsäuren selbst herzustellen, beispielsweise aus dem Umbau von gesättigten Fettsäuren. Anders ist es bei den sogenannten essenziellen ungesättigten Fettsäuren, wie etwa der Alpha-Linolensäure (Omega-3) und Linolsäure (Omega-6). Diese kann der Körper nicht sehr synthetisieren und müssen über die Nahrung aufgenommen werden. In unserem Körper sind ungesättigte Fettsäuren ein wichtiger Bestandteil der Zellmembranen und unseres Gehirns. Außerdem tragen sie zum Hormonhaushalt und unserer Zellteilungen bei. Durch ihre entzündungslindernde Eigenschaft werden entzündliche Krankheiten gelindert. Neben der Reduzierung von den negativen Auswirkungen auf unser Herz-Kreislauf-System durch den Austausch von gesättigten Fettsäuren soll auch das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen sinken. Diese wertvollen ungesättigten Fettsäuren kommen insbesondere in pflanzlichen Produkten wie beispielsweise Avocados, Nüssen und entsprechenden Ölen vor. Aber auch ölreicher Fisch wie Lachs, Makrele oder Forelle gilt als Omega-3-Quelle.

G

Gelenkluxation

Die so genannte Luxation (Verrenkung) beschreibt das Herausspringen eines Knochens aus einem Gelenk. Ausgelöst wird sie durch Stürze oder große Krafteinwirkung. Eine Luxation ist sehr schmerzhaft und wird oft von Verletzungen des umliegenden Gewebes des Gelenks begleitet.

Gesundheitsberichterstattung des Bundes

Die Gesundheitsberichterstattung des Bundes (GBE) ist eine umfassende Erfassung und Publikation sämtlicher gesundheitlicher Parameter in Deutschland. Von der Anzahl an Krankheiten und Beschwerden werden bis hin zur medizinischen Versorgung viele Bereiche erfasst und darüber berichtet. Es ist somit ein zusammenfassender Bericht und Statistiken über die gesundheitliche Lage in Deutschland. Weiterführende Informationen unter www.gbe-bund.de.

GFL German Football League

Die German Football League ist – analog der Fußball-Bundesliga – die höchste deutsche Spielklasse im American Football. Diese ist in zwei Gruppen mit jeweils acht Teams aufgeteilt, aus denen jeweils die zwei besten Teams den Meister ausspielen. Das Finale heißt „German Bowl“.

GKV-Leitfaden Prävention

Mit dem GKV-Leitfaden Prävention legt der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen die inhaltlichen Handlungsfelder und qualitativen Kriterien für die Leistungen der Leistungserbringer in der Primärprävention und der betrieblichen Gesundheitsförderung oder der Förderung in anderen Lebenswelten fest. Der GKV-Leitfaden Prävention deckt drei Leistungsarten ab: Leistungen zur verhaltensbezogenen Prävention (§ 20 Abs. 5), Leistungen zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten (§ 20a) und Leistungen zur betrieblichen Gesundheitsförderung (§ 20b und c). Ausschließlich Maßnahmen, die in diesem Leitfaden aufgeführten Handlungsfeldern entsprechen, dürfen von den Krankenkassen im Rahmen von §20 und §20a durchgeführt oder gefördert werden.

GKV-Spitzenverband

Der GKV-Spitzenverband (2018) – als zentrale Interessenvertretung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Deutschland auf europäischer sowie internationaler Ebene – legt u.a. unter Einbeziehung unabhängigen wissenschaftlichen Sachverstandes die inhaltlichen Handlungsfelder und die qualitativen Kriterien für die Leistungen der Krankenkassen in der Primärprävention und betrieblichen Gesundheitsförderung fest. Zudem bestimmt er die Anforderungen eines einheitlichen Verfahrens für die Zertifizierung von Leistungsangeboten unter Berücksichtigung der Gesundheitsziele im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention.

Gluconeogenese

Organe wie beispielsweise unser Gehirn ist auf eine ständige Energieversorgung angewiesen. Da aber auch die Speichermenge an energieliefernder Glukose begrenzt ist und wir nicht ständig Nahrung zu uns führen, benötigt der Körper einen weiteren Weg, um die notwendige Energie bereitzustellen – die Gluconeogenese. Hierbei wird die benötigte Glukose nicht aus der Nahrung gewonnen, sondern andere Energielieferanten wie Fettsäuren und Aminosäuren zur Verstoffwechselung herangezogen. Dieser Prozess ist für den Körper mit einem erhöhten Aufwand durch weitere Stoffwechselprozesse verbunden.

Grundumsatz

Der Grundumsatz beschreibt die Energiemenge, die der menschliche Körper schon ohne Aktivität, morgens und nüchtern gemessen im Liegen verbraucht. Er wird für die Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen benötigt (bspw. Herz-Kreislauf-System, Organfunktionen etc.). Häufig wird der Grundumsatz als Vergleichsgröße verwendet. Der Wert hängt von verschiedenen Faktoren wie dem Geschlecht, dem Alter sowie Körpergröße und -gewicht ab und beträgt bei einem Erwachsenen etwa 7000 kj pro Tag. Es ist bekannt, dass eine gestörte Funktion der Schilddrüse einen beträchtlichen Einfluss auf den Grundumsatz haben kann.

H

Hämoglobin

Das Hämoglobin ist ein Teil unserer roten Blutkörperchen und lässt dieses als Nebeneffekt rot aussehen. Darüber hinaus hat Hämoglobin die lebenswichtige Funktion, Sauerstoff aufzunehmen und diesen als Taxi im Blutkreislauf bspw. zu unserer Muskulatur zu transportieren. Insbesondere hinsichtlich der körperlichen Leistungsfähigkeit spielt das Hämoglobin damit als Sauerstoffträger eine wichtige Rolle.

Health Claims (Nährwertangaben)

Health Claims beschreiben nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben, die auf Wirkungsweisen oder Inhaltsstoffe des Produktes hinweisen wie beispielsweise „zuckerfrei“ oder „Ballaststoffe unterstützen die Verdauung“. Die Verwendung dieser Angaben hinsichtlich werbebezogener Bezeichnungen, die im Kontext mit Gesundheit und Ernährung geäußert werden, werden durch EU-Verordnungen reguliert. Unter die Verordnungen fallen nur die Nahrungsmittel der EU, die durch gesundheits- oder nährwertbezogene Angaben gekennzeichnet sind. Somit soll eine Basis für Wettbewerbsbedingungen und ein Schutz für Verbraucher/-innen geschaffen werden.

Herzinsuffizienz

Die Herzinsuffizienz ist die Unfähigkeit des Herzens, ohne pathologische Druckerhöhung im Herzen das benötigte Herzzeitvolumen zu bewältigen. Das Herz ist demnach nicht vollständig in der Lage, den Organismus mit Blut und damit mit genügend Sauerstoff zu versorgen, um den Stoffwechsel unter Ruhe – wie unter Belastungsbedingungen zu gewährleisten. Das Herzminutenvolumen (von etwa 5-6 Liter) kann nicht mehr adäquat vom Herzen bewältig werden, weil das Herz zu schwach pumpt oder das Herz pumpt zwar gut, hat aber die Fähigkeit zur Relaxation verloren und kann deshalb schlechter Blut aufnehmen und verursacht damit eine Druckerhöhung und einen Rückstau. Es kann zwischen einer Herzinsuffizienz mit erhaltender Pumpleistung (HFpEF) und einer Herzinsuffizienz mit deutlich eingeschränkter Pumpfähigkeit (HFrEF) unterschieden werden.

Heuschnupfen

Heuschnupfen ist eine allergische Reaktion auf Pollen, welche ausgelöst wird durch die Berührung der Pollen mit den Schleimhäuten und schnupfenartige Symptome mit sich führt. Betroffene beklagen meist Beschwerden wie Augenjucken, Niesen und Schnupfen, in extremen Fällen kann es sogar zur Beeinträchtigung der Atmung kommen. Die Schwere der Allergie ist personenabhängig und schwankt je nach dem, wie konzentriert die Pollen in der Umgebung vorhanden sind. Diese ist von Pflanze zu Pflanze unterschiedlich und wird zudem durch äußere Einflüsse wie der Witterung beeinflusst. Meist leiden die Betroffenen im Frühling unter Heuschnupfen, aufgrund von umherfliegendem Blütenstaub.

High-Intensity (Interval)-Training (HIT/HIIT)

Das High-Intensity (Interval)-Training (HIT/HIIT) beschreibt eine Trainingsform für die Verbesserung der Ausdauerfähigkeit und des Stoffwechsels. Charakteristisch ist hier der Wechsel von kurzen intensiven Belastungsphasen mit einer sehr hohen Intensität von bis zu 90-100% der Sauerstoffaufnahme (VO₂max) und Erholungsphasen. Die Belastungs- und Erholungszeit, sowie die Intensität kann je nach Trainingsplan variieren, sodass ein Training sich in der Regel zwischen mindestens 30 Sekunden und 5 Minuten erstreckt. Eine bekannte Methode des HIT- Trainings ist z.B. das Tabatatraining, bei dem in acht Runden mit je 20 Sekunden sehr intensiver Belastung und anschließenden 10 Sekunden Pausen durchgeführt werden, sodass eine Trainingseinheit vier Minuten dauert. Untersuchungen haben ergeben, dass sich die Wirkung in Bezug auf Kraft- und Ausdauerzunahme dann besonders positiv ausfällt, wenn tatsächlich innerhalb dieser Intervalle Maximalbelastungen erzielt werden. D.h., wenn man innerhalb der Belastungsintervalle „an seine Grenzen kommt“.

Höhentraining

Höhentraining ist eine Trainingsmethode, welche in einer für den Athleten ungewohnten Höhe (über dem Meeresspiegel) stattfindet. Dies wird genutzt, um die Ausdauerleistungsfähigkeit zu steigern, da die „dünnere“ Luft dort andere Rahmenbedingungen liefert (Hypoxie/ Sauerstoffmangel). Der Körper passt sich daran an und soll dann bei „dichtere“ Luft leistungsfähiger sein. Je nach Situation kann ein Höhentraining auch unter Doping fallen.

I

Idealgewicht

Ein Ideal für das Gewicht eines Menschen ist nicht lediglich mit einer Zahl, sondern hinsichtlich der Maßstäbe des subjektiven Empfindens und der Gesundheit zu definieren. Gesundheitlich betrachtet kann ein Idealgewicht in Abgrenzung zum Übergewicht abgeleitet werden. Die gesundheitlichen Auswirkungen von Übergewicht betreffen den Bewegungsapparat, metabolische Funktionen, kardiorespiratorische Funktionen und ein gesteigertes Risiko für Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen. Infolgedessen gilt es den eigenen Lebensstil hinsichtlich Ernährung und körperliche Aktivität so auszurichten, dass das Gewicht innerhalb des Grenzwertes zum Übergewicht gehalten werden kann. Im Zusammenhang mit dem subjektiven Empfinden, welches sich aus dem Hungergefühl, Lebensqualität wie auch dem Bedürfnis einer individuellen Idealfigur hervorgeht, ist das Idealgewicht medizinisch jedoch schwer zu normieren.

IGeL-Leistungen

IGeL-Leistungen (Individuelle Gesundheitsleistungen) sind medizinische Maßnahmen, die nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen festgesetzt sind. Häufig ist die Wirkung der Maßnahmen nicht zweifelsfrei nachgewiesen.
Beispiele: Messung des Augeninnendrucks; Ultraschall der Eierstöcke oder PSA-Test (Prostata) zur Krebserkennung.

Insulin

Der Name Insulin kommt von den Inselzellen der Bauchspeicheldrüse, die das Insulin binden. Insulin ist ein Peptidhormon und reguliert die Aufnahme von Glucose in die Körperzellen. Demnach spielt Insulin bei der Senkung des Blutzuckerspiegels eine wichtige Rolle. Es wird insbesondere beim Essen freigesetzt, da zu diesem Zeitpunkt der Blutzuckerspiegel am höchsten ist. Ein niedriger Blutzuckerspiegel hemmt die Insulinfreisetzung. Insulin ist der natürliche Gegenspieler des Hormons Glukagon. Hierbei gilt: Zuckerhaltige Speisen und Getränke, die rasch den Blutzuckerspiegel steigen lassen, lösen auch eine dementsprechend starke Insulinausschüttung aus. Insulin sorgt auch dafür, dass Fett in Zellen abgespeichert wird. Ist diese Insulinantwort nicht mehr möglich, spricht man auch von einem Typ-2-Diabetes.

K

Kalium

Kalium nimmt eine zentrale Stellung im menschlichen Stoffwechsel ein und ist – neben Natrium und Chlorid – eines der wichtigsten Elektrolyte des Körpers. Es befindet sich überwiegend (zu 98%) in den Körperzellen, zum Großteil in denen der Muskulatur. Geringe Mengen (etwa 2%) des Kaliums sind in der extrazellulären Flüssigkeit enthalten. Kalium ist von zentraler Bedeutung für den Wasserhaushalt des Körpers, wirkt mit am Gleichgewicht der Elektrolyte und ist am Säure-Basen-Haushalt beteiligt. Bei der Reizweiterleitung von Nervenimpulsen spielt Kalium eine zentrale Rolle und ist somit relevant für Muskelkontraktionen, Herzfunktion und die Regulation des Blutdrucks.

Kalorien

Um den Körper mit Energie versorgen zu können und lebensnotwendige Aufgaben durchführen zu können, nimmt man Lebensmittel zu sich. Diese enthalten Kalorien. Kalorien geben an, wie viel Energie in diesen enthalten ist. Sie können auch zum Kriterium genutzt werden, wie die tägliche Nahrungszufuhr in Relation zum Energieverbrauch steht. Das Ziel ist eine ausgeglichene Energiebilanz. Diese sagt allerdings noch nichts über die Qualität des Essens und Trinkens aus!

Kalzium

Kalzium ist ein Mineralstoff, welcher für seine Funktion im Knochen bekannt ist. In unserem Körper befinden sich etwa 1400 g Kalzium, das meiste davon im Knochen. Jedoch hat Kalzium auch weitere Funktionen wie die Übertragung von Impulsen usw. Im Blut befinden sich meist nur ca. 0,1 % des Kalziums in unserem Körper. Kalzium findet sich in Brokkoli und Spinat, vielen Milchprodukten, sowie in manchen Mineralwassern.

Körperfett

Das Körperfett wird meist in Prozent der Gesamtkörpermasse gemessen und angegeben. Bei Männern liegt dieser Wert etwa bei 20 %, bei Frauen etwa um 25 %. Professionelle Sporttreibende erreichen Körperfettanteile von unter 10 %. Durch eine mit dem Lebensalter verringerte Muskelmasse steigt mit dem Alter der Anteil des Körperfetts. Gemessen wird der Körperfettanteil manuell beispielsweise mittels einer Caliperzange.

Krafttraining

Mit Krafttraining wird vorrangig das Ziel verfolgt, die eigenen Kraftfähigkeiten zu steigern sowie ggf. die Muskelmasse zu erhöhen, bzw. zu erhalten. Im Kontext der Sportwissenschaft nimmt das Krafttraining vielfältige Rollen ein: im Leistungssport zur Leistungssteigerung, im Bodybuilding als Körperkult bis hin zur medizinischen Trainingstherapie in der Rehabilitation. Ziel des Krafttrainings ist es, den menschlichen Körper vor neue Belastungen zu stellen, an diese sich der Organismus anpasst (Adaptation). Im Zuge dieser Anpassung kommt es zur Steigerung der Kraftfähigkeiten. Neben einem ausreichend hohem Trainingsreiz, der eine Anpassung erfordert, ist etwa eine gesunde Ernährung mit einem hohen Proteinanteil ebenso relevant. Neben der Muskulatur zeigt entsprechendes Krafttraining auch Anpassungsreaktionen des Herz-Kreislauf-Systems, im Nervensystem (Muskelkoordination) und im Stoffwechsel. Wichtig ist für Hochleistungssportler in diesem Zusammenhang auch ein kontrolliertes „Abtrainieren“.

Kreuzbandriss

Der Kreuzbandriss beschreibt einen vollständigen oder teilweisen Riss an den Kreuzbändern im Kniegelenk welcher durch große Krafteinwirkung auftritt. Der Kreuzbandriss ist eine der häufigsten Bandverletzungen im Knie, wobei das hintere Kreuzband deutlich seltener betroffen ist als das vordere. Unbehandelt kann ein Kreuzbandriss durch die entstandene Instabilität langfristig zu Verschleiß im Kniegelenk führen, weshalb in bestimmten Fällen das geschädigte Band operativ durch eine Kreuzbandplastik (Sehnenersatz) ersetzt wird.

L

Laktose

Unter dem Begriff Laktose (auch Lactose) versteht man den sogenannten Milchzucker. Dieser ist Bestandteil jeglicher Milchprodukte und ebenso ein Teil der menschlichen Muttermilch. In ihrer physiologischen Funktion dient Laktose als Energielieferant und Ausgangsprodukt zur Herstellung von Milchsäure. Doch damit der Körper Lactose verwerten kann, muss dieser sogenannte Zweifachzucker in zwei einzelne Einfachzucker aufgespalten werden. Dieser Vorgang findet im Dünndarm durch das Enzym Lactase statt. Ist dieses Enzym nicht ausreichend im Körper vorhanden, so kann Lactose nicht geteilt und schließlich nicht von der Darmwand aufgenommen werden. In diesem Fall entsteht eine Laktoseintoleranz oder Laktoseunverträglichkeit. Problematisch wird dies, da Laktose auch in der Lebensmittelindustrie vermehrt Verwendung findet. Aufgrund des geringen Preises und nahezu inexistenten Schädlichkeit dient sie der Texturveränderung als Zusatzstoff, damit entsprechende Produkte eine cremigere Konsistenz erlangen.

Landessportbund

Unter dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) sind die 16 Landessportbünde der Bundesländer angesiedelt. Diese dienen als Dachorganisation des organisierten Sports, den jeweiligen Fach- und Dachverbänden der Sportarten sowie den Kreis- und Stadtsportbünden.

Läuferknie

In Folge von Überbeanspruchung des Bewegungsapparates, insbesondere durch Laufbelastungen, entwickelt sich das als Läuferknie bekannte Schmerzsyndrom. Medizinisch wird es auch als Iliotibiales Bandsyndrom (ITBS) oder Tractussyndrom bezeichnet. Der betroffene Tractus iliotibialis ist ein Faszienstreifen an der Außenseite des Oberschenkels. Der stechende Schmerz tritt dabei meist am Kniegelenk oder an dessen Außenseite auf. Sportler sollten sich in physiotherapeutische Behandlung begeben, um die fasziale Struktur und Muskulatur zu lockern. Die Belastung sollte während dieser Zeit reduziert werden und ein Wiedereinstieg behutsam erfolgen.

Leistungsumsatz

Der Leistungsumsatz, auch als Arbeits- oder Freizeitumsatz bezeichnet, beschreibt die gesamte Energieaufwendung des Tages, die über den Grundumsatz hinaus geht. Dazu zählen zum Beispiel der Wärmehaushalt des Körpers bei schwankender Umgebungstemperatur, Regeneration nach Krankheit oder Verletzung sowie körperliche und geistige Aktivität. Es existieren durch Studien erforschte Leistungsumsätze für bestimmte Tätigkeiten, mit denen der eigene Leistungsumsatz anhand der täglichen Aktivitäten abgeschätzt werden kann.

Light-Produkte

Der Vermerk „Light“ ist ein weiterverbreitetes Verkaufsargument der Lebensmittelindustrie. Gemeint ist damit, dass dieses jeweilige Produkt einen geringeren Gehalt an Fett, Zucker oder Alkohol aufweist. Im Gegensatz zu „fettreduzierten“ oder „energiereduzierten“ Produkten ist der Begriff der Light-Produkte in seinen Vorgaben gesetzlich nicht definiert. Wichtig: Auch wenn entsprechende Light-Produkte meist weniger Kalorien aufweisen, führt eine geringere Kalorienmenge und verwendete Zusatzstoffe teilweise dazu, dass größere Portionen durch ein gutes Gewissen oder häufiger Portionen im Sinne eines Heißhungers verzehrt werden. Zur Gewichtsreduzierung sind entsprechende Light-Produkte daher nur bedingt zu empfehlen. Einer langjährigen Studie der WHO nach fördert der Konsum diverser Light-Produkte zudem das Risiko für einen Herzinfarkt.

M

Magnesium

Magnesium ist ein Mineral, welches vorwiegend in grünem Gemüse vorkommt. Es ist essenziell für die Muskelfunktion. Magnesiummangel wird häufig als Grund für Muskelkrämpfe genannt, die Supplementation von Magnesium außerhalb einer Therapie ist jedoch wissenschaftlich weitestgehend nicht begründbar.

Marathon

Der Marathonlauf ist eine Laufdisziplin mit einer Streckenlänge von 42,195 Kilometern. Den Legenden nach stammen der Name und Ursprung der Distanz von der „Schlacht von Marathon“. Nach dem Sieg der Athener machte sich ein Läufer auf, um diese Botschaft in Athen zu übermitteln, als er nach den rund 40 Kilometern im Ziel tot zusammenbrach. Bei den Olympischen Spielen wird diese Disziplin bei den Männern seit 1896 ausgetragen – und von Frauen seit 1984. Seit den 1970er-Jahren hat sich der Marathonlauf als Teil des Breitensportes etabliert und gewinnt seither steigender Beliebtheit. Jährlich finden in vielen Städten Marathonläufe mit bis zu 40.000 Teilnehmenden statt (bspw. Berlin-Marathon). Abseits des gesundheitsorientierten Amateursports liegt die inoffizielle Weltbestzeit bei 1:59:40 Std., gelaufen von Eliud Kipchoge. Der ebenfalls den offiziellen Weltrekord mit einer Laufzeit von 2:01:39 Std. über die 42,195 Kilometer hält.

Maximale Herzfrequenz

Die maximale Herzfrequenz ist ein Begriff aus der sportmedizinischen und kardiologischen Praxis. Die maximale Herzfrequenz wird bei hochintensiven Belastungen erreicht. Die Werte sind bei Menschen sehr individuell und hängen vom Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen etc. ab. Eine grobe Formel zur ungefähren Einschätzung der maximalen HF ist 220 minus Lebensalter.

Mechanorezeptoren

Mechanorezeptoren sind Sinneszellen im Körper, welche mechanische Druckänderungen wahrnehmen. Diese Impulse werden anschließend als Nervensignale umgewandelt und an das Gehirn weitergeleitet. Mechanorezeptoren gibt es an vielen Stellen des Körpers. In unseren Blutgefäßen nehmen diese zum Beispiel Druckveränderungen war und steuern somit die Gefäßweite unseres Blutkreislaufes.

Meniskusverletzung

Der sogenannte Meniskus ist ein halbmondförmiger faseriger Knorpel im Knie. Er dient als Stoßdämpfer und sorgt für eine gleichmäßige Druckverteilung im Kniegelenk. Er liegt im menschlichen Knie in doppelter Form, dem Innen- und Außenmeniskus, vor. Da er keine Nerven und Versorgungsgefäße besitzt kann er nur über Bewegung durch Be- und Entlastung des Kniegelenks von dem umliegenden Gewebe mit Nährstoffen und der Synovia (Gelenkflüssigkeit) versorgt werden. Durch die begrenzte Versorgung sind die Heilungschancen bei einer Verletzung der Menisken gering. Aus diesem Grunde werden sie meist ganz oder teilweise entfernt, um einen Abrieb im Gelenk und Folgeschäden zu vermeiden. Dabei wird versucht die Dämpfungseigenschaften und die Funktionalität des Kniegelenks zu erhalten. Es existieren jedoch auch konservative Behandlungsansätze abhängig vom Einzelfall.

Mentales Training

Dient insbesondere im (Leistungs-)sport der Vorbereitung vor Wettkämpfen oder speziellen Situationen. Ziel dessen ist es, mittels Visualisierungen im geistigen Bilde bestimmte Bewegungsabläufe oder Situationen zu durchlaufen, um diese stärker zu verinnerlichen und somit die sportliche Leistungsfähigkeit zu verbessern. Idealerweise werden diese Bewegungsabläufe nicht nur gedanklich, sondern auch mit den entsprechenden Bewegungshandlungen durchgeführt. Ebenso können mentale Techniken auch zur Entspannung genutzt werden.

Metabolisches Syndrom

Das metabolische Syndrom ist auch als „tödliches Quartett“ bekannt. In seiner Folge wird es als mitentscheidender Faktor für Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems betrachtet. Das metabolische Syndrom setzt sich ausfolgenden Faktoren zusammen: starkes Übergewicht, Bluthochdruck, hohe Blutfettwerte und Insulinresistenz als Ursache für Diabetes mellitus Typ 2. Je nach Organisation sind die Kriterien des metabolischen Syndroms zur Diagnostik unterschiedlich definiert. Doch unabhängig dieser Kriterien ist es zwingend erforderlich, eine Lebensstillveränderung herbeizuführen und einhergehend das Körpergewicht zu reduzieren, um gesundheitliche Folgeerkrankungen zu verhindern. Bestenfalls wird dem Syndrom natürlich präventiv vorgebeugt.

Mikronährstoffe

Im Unterschied zu den sogenannten Makronährstoffen wie Fett, Kohlenhydraten und Eiweiß liefern Mikronährstoffe dem Körper keine Energie. Dennoch sind Mikronährstoffe lebensnotwendig für unseren menschlichen Organismus, insbesondere für unseren Stoffwechsel. Unter dem Begriff der Mikronährstoffe sammeln sich somit wichtige Bestandteile unserer Ernährung wie Vitamine, Mineralstoffe (bspw. Kalzium oder Magnesium) sowie Spurenelemente (bspw. Eisen, Zink und Selen). Meist mit Ausnahme des Vitamins D und Jod ist der Bedarf an Mikronährstoffen durch eine vollwertige Ernährung ausreichend gedeckt.

Mindfulness-based stress reduction (MBSR)

s. achtsamkeitsbasierte Stressreduktion

Morbus Bechterew

Als Morbus Bechterew oder auch Spondylitis wird eine Erkrankung der Wirbelsäule bezeichnet, bei der es zu Entzündungen der Wirbelgelenke kommt. Durch diese Entzündungsprozesse kommt es in Folge zu einer eingeschränkten Beweglichkeit dieser Wirbelgelenke. Im weiteren Krankheitsverlauf kann die Wirbelsäule in diesem Abschnitt noch bewegungsloser werden. Häufig treten erste Krankheitsanzeichen im ISG-Gelenk auf und breiten sich dann körperaufwärts fort. Durch die Versteifung zwingt es Betroffene zu einer „Bauchatmung“, wodurch es zu einer gerundeten Körperhaltung (Kyphose) im Bereich der Brustwirbelsäule kommt. Häufig wird hierbei auch von einer Bechterew-Kyphose gesprochen. Um eine Versteifung der Wirbelsäule zu vermeiden, ist es wichtig, physiotherapeutische Maßnahmen zu unternehmen. In bestimmten Fällen kann auch durch Antirheumatika ein Fortschreiten der Erkrankung gelindert werden. Betroffen sind insbesondere junge Männer. Die Krankheitsursachen sind noch nicht eindeutig geklärt. Vieles deutet auf eine Störung des Immunsystems hin. Auch wenn starke Belastungen der Wirbelsäule vermieden werden sollen, ist von Sport generell nicht abzuraten. Hier ist natürlich auch eine ärztliche Beratung unumgänglich.

Morbus Crohn

Morbus Crohn ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung. Dabei kann der gesamte Bereich des Darms betroffen sein. Durch ein erhöhtes Auftreten in Industrieländern wird ein Zusammenhang zu Lebensstillveränderungen vermutet. Allein in Nordamerika und Europa leiden über 3,5 Millionen Menschen unter Morbus Crohn. Davon fast 250.000 Menschen allein in Deutschland. Als Ursache der Erkrankung wird heutzutage eine Immunschwäche gegen Darmbakterien vermutet, sodass es zu Schädigungen der Darmschleimhaut infolge von entzündlichen Reaktionen kommt. Symptomatisch zeigt sich diese Erkrankung in mehrwöchig andauernden Schüben von Durchfall und Magenschmerzen.

Morbus Scheuermann

Die Wirbelsäulenerkrankung „Morbus Scheuermann“ ist durch eine Wachstumsstörung bedingt, weswegen sich diese Erkrankung meist in einem Alter von 11 bis 17 Jahren entwickelt. Durch eine Schädigung der Deck- und Bodenplatten der Wirbelkörper und derer Wachstumszonen kommt es zu einer keilförmigen Ausprägung der Wirbelkörper. Durch diese statische Fehlbildung prägt sich eine verstärkte Kyphose der Wirbelsäule (Rund-/ Buckelrücken) aus und als Ausgleich ein verstärktes Hohlkreuz im Lendenwirbelbereich. Mittels einer physiotherapeutischen Behandlung ist es das Ziel, die geschwächte Rückenmuskulatur zu kräftigen und dadurch den Rücken aufzurichten. In besonders schweren Fällen können auch Orthesen zum Einsatz kommen. Darüber hinaus sollten Fehlhaltungen beispielsweise durch langes nicht rückenschonendes Sitzen vermeiden werden, welche unter anderem als Mitursache gelten.

Multiple Sklerose

Bei einer Multiplen Sklerose (MS) handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung des Nervensystems. Dabei wird die äußere Ummantelung der Nervenzellen angegriffen, wodurch es zu neurologischen Störungen und chronischen Entzündungen kommt. Die Krankheitsverläufe sind meist sehr unterschiedlich ausgeprägt und auch die genauen Ursachen dieser Erkrankung sind bislang noch unbekannt. In ihrer Ausprägung kann diese Erkrankung auch schwere körperliche Folgen, wie beispielsweise Lähmungen nach sich ziehen. Doch auch wenn diese Autoimmunerkrankung noch nicht heilbar ist, kann der Krankheitsverlauf durch verschiedene Therapien begünstigt werden. Hierzu bietet sich beispielsweise Ergotherapie oder Krankengymnastik an.

Muskelkater

Der sogenannte Muskelkater beschreibt generelle Muskelschmerzen mit Spannungsgefühl und Kraftverlust im Muskel welche innerhalb von zwei Tagen nach neuen und ungewohnten Bewegungen auftreten. Grund dafür sind Mikroverletzungen der Muskelzellen durch die Überbelastung, welche in der Folge Heilungsprozesse auslösen. Besonders untrainierte Freizeitsportler sind beim Wiederbeginn nach längerer Pause sowie bei Sportarten mit häufigen Antritts- und Bremsbewegungen wie Tennis oder Fußball betroffen. Ein Muskelkater verschwindet ohne Behandlungsnotwendigkeit nach einigen Tagen und hinterlässt keine bleibenden Schäden. Leichte Bewegung und Wärme können die Regeneration unterstützen.

Muskelkrampf

Der Muskelkrampf ist eine schmerzhafte unwillkürliche Anspannung eines Muskels. Er kann wenige Sekunden bis Minuten anhalten. Meist liegt ein unausgeglichener Elektrolythaushalt (Salzhaushalt) im Körper als Ursache zugrunde. Durch ausreichendes Trinken und Dehnen können die Beschwerden gelindert werden. Außerdem kann hierzu die Einnahme von Magnesium unterstützend wirksam sein.

Muskelriss

Der Muskelriss beschreibt den Riss von einzelnen oder mehreren Muskelfasern und entsteht durch akute Überbelastung und der dadurch ausgelösten Übermäßigen Dehnung des Muskels. Je nach Ausmaß spricht man von einem Muskelfaserriss, Muskelbündelriss oder totalem Muskelriss. Die Einteilung ist abhängig von der Größe des Risses im Muskel und der Anzahl betroffener Muskelfasern. Bei jeder Form des Muskelrisses kommt es zu einem akut auftretenden stechenden Schmerz, der zu einem sofortigen Abbruch der Bewegung führt.

Muskuläre Dysbalancen

Eine ungleiche Ausprägung im Zusammenspiel der Muskulatur kann zu Verspannungen und schmerzhafte Gelenken führen. Ursache sind meist einseitige Belastungen einzelner Sportarten oder falsche Haltungen im Alltag zum Beispiel durch langes Sitzen oder chronischen Stress. All diese Faktoren führen zu einer Verkürzung und Schwächung der Muskulatur. Exemplarisch entsteht ein Rundrücken durch verkürzte Bauchmuskeln und einer schwächeren Rückenmuskulatur. Hierbei gilt es die geschwächte Muskulatur durch Kräftigungsübungen zu stärken und mit Dehnübungen und Gymnastik die zur Verkürzung neigenden Muskeln zu lockern.

Myoglobin

Als Myoglobin wird in der Medizin ein relevantes Protein in der Muskulatur bezeichnet. Myoglobin nimmt den Sauerstoff vom Hämoglobin aus dem Blutkreislauf auf und transportiert es innerhalb der Muskulatur weiter zu den sogenannten Mitochondrien. Es ist somit das „Sauerstoff-Taxi“, welches die Muskulatur mit Sauerstoff aus dem Blutkreislauf versorgt. Als Normwerte beim Menschen besitzen Frauen bis 35 µg/l, Männer bis 55 µg/l.

Myokarditis

Hinter dem medizinischen Begriff der Myokarditis verbirgt sich eine Herzmuskelentzündung. Häufig ist diese eine Folge eines grippalen Infekts oder einer Erkrankung der Atemwege. Um eine Herzmuskelentzündung zu vermeiden, ist es daher wichtig, dass bei akuter Krankheit keine sportliche Belastung stattfindet. Ist der Körper nicht ausreichend erholt und wird zu früh zu intensiv trainiert, kann eine Myokarditis entstehen und weitreichende Folgen für die Herzgesundheit nach sich ziehen. Eine Sportpause ist insbesondere wichtig, da eine Myokarditis meist ohne Krankheitszeichen auftritt. Diagnostiziert wird diese mittels Elektrokardiogramm (EKG). Eine diagnostizierte Myokarditis geht mit einer Pause von sportlichen Aktivitäten von mehreren Monaten einher. Anderenfalls kann es zu einer chronischen Herzmuskelentzündung führen.

N

Nachbrenneffekt

Der Nachbrenneffekt oder auch EPOC bezeichnet (engl.: excess postexercise oxygen consumption), ist ein Begriff aus der Sportphysiologie. Gemeint ist damit die Mehraufnahme an Sauerstoff im Anschluss an einer sportlichen Aktivität. Ursache dafür ist eine Erhöhung der Körpertemperatur und des Adrenalinspiegels durch die körperliche Belastung. Dieser Effekt ist auch noch einige Stunden nach der Aktivität mit einer gesteigerten Sauerstoffaufnahme um etwa 4-16 % bzw. 3-30 kcal messbar. Doch auch wenn dieser Effekt in vielen Zeitschriften umworben ist, wird dieser Effekt in seiner tatsächlichen Wirkung meist überschätzt.

Nahrungsergänzungsmittel

Nahrungsergänzungsmittel dienen als Ergänzung der regulären Ernährung, aber nicht als vollständiger Ersatz und haben eine ernährungsspezifische und physiologische Wirkung. Sie bestehen aus zusammengesetzten einfach- oder mehrfachkonzentrierten Mineralien, Vitaminen oder weiteren Stoffen und somit als Konzentrat in dosierter Art wie Tabletten oder Kapseln für Verbraucher/-innen zur Verfügung stehen. Da Nahrungsergänzungsmittel nicht als Ersatz oder Ausgleich für eine ausgewogene Ernährung gelten, ist es werblich untersagt Aussagen zu treffen, die auf eine Notwendigkeit der Einnahme hinweisen. Zudem müssen diese als Nahrungsergänzungsmittel gekennzeichnet sein und bei Inverkehrbringung verpflichtend beim Bundesministerium für Gesundheit gemeldet werden.

Natursport

Grundsätzlich gilt jede sportliche Aktivität in der Natur als „Natursport“. Erst Ende der 1990er-Jahre findet der Begriff Einzug in wissenschaftliche Ausarbeitungen. Bis dahin wurde meist von Abenteuer- oder Freiluftsport gesprochen. Das Bundesamt für Naturschutz verzeichnet eine steigende Beliebtheit von „sanften“ Natursportarten wie Nordic Walking, Wandern und Radfahren zu beobachten. Die Motivation an Natursportarten sind sehr vielfältig und sportartspezifisch zu betrachten. Neben dem Reiz an der Bewältigung der naturgegebenen Widerstände ist es ebenso das sportliche Erlebnis in einer schönen Landschaft, was viele Menschen für sportliche Aktivitäten in die Natur zieht. Doch mit zunehmendem Interesse an Natursport kommt es ebenso verstärkt zu Konflikten zwischen Natursportlern und dem Naturschutz. Um die Natur und den Lebensraum zu schützen, sind die Vorgaben des deutschen Bundesnaturschutzgesetzes einzuhalten.

Nikotin

Das Volk der Mayas konsumierte Nikotin angeblich im Rahmen fester Rituale, zudem wurde Christoph Columbus im Jahr 1492 der Tabak bei Ankunft stolz präsentierte. Die Mayas entdeckten zu dieser Zeit durch den Konsum der Blätter der Tabakpflanze die erregende oder lähmende Wirkung auf das vegetative Nervensystem. Was die Völker dieser Zeit noch nicht wussten, ist das Nikotin als Insektizid der Tabakpflanze, ebenso dem menschlichen Organismus schadet. Beim Konsum einer Zigarette werden etwa 0,9 bis 1,2 mg Nikotin aufgenommen. Dabei variiert der Gehalt an aufgenommenem Nikotin je nach Art der Inhalation und der Konstruktion der Zigarette. Zum Vergleich gibt ein typisches Nikotinpflaster etwa ein Milligramm Nikotin pro Stunde an den Körper ab. Das sogenannte Tabakschnupfen kann bei Nikotinaufnahmemenge von 20 bis 60 mg mit einem staken Rauchen verglichen werden.

O

Öffentlicher Gesundheitsdienst (ÖGD)

Der Öffentliche Gesundheitsdienst ist auf der Bundes-, Länder- und kommunalen Ebene breit vertreten. Auf der kommunalen Ebene sind die insgesamt 377 Gesundheitsämter eine direkte Anlaufstelle aller Bürgerinnen und Bürger. Doch auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, das Robert Koch-Institut oder das Paul-Ehrlich-Institut gehören dem Öffentlichen Gesundheitsdienst an. Das übergeordnete Aufgabenziel des Öffentlichen Gesundheitsdienstes ist der Erhalt und Verbesserung der Bevölkerungsgesundheit. Insbesondere durch das Geschehen der Corona-Pandemie erhielt der Öffentliche Gesundheitsdienst mit seinen Institutionen und Gesundheitsämtern einen besonderen Stellenwert im Mittelpunkt der Gesellschaft.

Open Window

Der Begriff Open Window (zu Deutsch: geöffnetes Fenster) beschreibt die Phase der erhöhten Anfälligkeit für Krankheit im Anschluss an eine sehr intensive sportliche Aktivität. Diverse Studien konnten eine erhöhte Anfälligkeit der Atemwege für Infektionen nach sportlicher Aktivität feststellen. Diese wird vermutlich durch eine Schwächung der Immunabwehr in Folge der körperlichen Anstrengung verursacht. Sporttreibenden wird daher angeraten, diesen Effekt nach sportlicher Tätigkeit zu berücksichtigen (bspw. in Zeiten von Grippe oder anderen Infektionskrankheiten).

Osteoporose

In der Leitlinie des Dachverbandes Osteologie e. V. (DVO) wird Osteoporose beschrieben als eine „systemische Skeletterkrankung, die durch eine niedrige Knochenmasse und eine mikroarchitektonische Verschlechterung des Knochengewebes charakterisiert ist, mit einem konsekutiven Anstieg der Knochenfragilität und der Neigung zu Frakturen“ (Leitlinie des Dachverbandes Osteologie e. V, S. 18). Ihren Hintergrund hat die geringere Knochenmasse und Veränderung des Knochengewebes in einer Störung des Knochenstoffwechsels. In seiner Funktion sorgt der Knochenstoffwechsel dafür, dass unser Knochenmaterial kontinuierlich erneuert wird. Während dieses Knochenstoffwechsels wird ständig altes Knochenmaterial abgebaut und wiederum neues Knochenmaterial aufgebaut. Mit zunehmendem Alter oder auch im Zuge bestimmter Risikofaktoren und Lebensgewohnheiten kann es im Rahmen des natürlichen Knochenumbaus dazu kommen , dass mehr Knochenmaterial abgebaut und nicht genügen neues aufgebaut wird. Infolgedessen reduziert sich die Festigkeit und Stabilität des Knochens, Osteoporose entsteht und damit einhergehend steigt das Risiko einer Knochenfraktur.

Ottawa-Charta

Die Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung wurde im Jahr 1986 im kanadischen Ottawa veröffentlicht, mit dem Ziel „Gesundheit für alle“. Dieses Dokument der ersten internationalen Konferenz der Weltgesundheitsorganisation beschreibt drei grundlegende Handlungssäulen der Gesundheitsförderung: Gesundheitliche Chancengleichheit, Förderung der Gesundheitskompetenz und das Vermitteln und Vernetzten der Akteure. Durch dieses gesundheitliche Leitbild stellt es die politische Gestaltungskompetenz der Gesundheitsförderung stärker in den Mittelpunkt – weg von der Krankheitsverhütung hin zu einer Gesundheitsförderung.

P

Paralympics

Die Paralympics sind die Olympischen Spiele für Menschen mit Beeinträchtigungen. 1960 wurden die Paralympischen Spiele erstmals ausgetragen und organisieren sich seit 1992 in Abstimmung mit den Olympischen Spielen. Diese finden regelmäßig im Abstand von vier Jahren (entspricht einer Olympiade) als Sommer- und Winterspiele am selben Ort unmittelbar nach den Olympischen Spielen statt. Um einen fairen Wettkampf zu gewährleisten existieren Startklassen, die nach einem international anerkanntem Klassifizierungssystem eingeteilt werden. Aus diesem geht die Art und die Beeinträchtigung der jeweils vorliegenden Behinderung für die jeweilige Disziplin hervor.

Parkinson-Syndrom

Parkinson ist eine der weitverbreitetsten degenerativen Erkrankungen des Nervensystems. Die schleichende Erkrankung beginnt meist um etwa das 60. Lebensjahr. Zur Diagnose muss neben der Bewegungsarmut (Akinese) eines von drei weiteren Symptomen vorliegen: Muskelsteifheit (Rigor), langsames Muskelzittern durch gegenseitige Muskelanspannungen (Ruhetremor) oder eine Gang- und Standunsicherheit durch eine verringerte Stabilität einer aufrechten Körperhaltung (Posturale Instabilität). Parkinson ist bislang nicht heilbar. Dennoch können die Symptome durch Einnahme verschiedener Medikamente über mehrere Jahre hinweg deutlich reduziert werden. In Deutschland sind mit 0,5 % etwa 400.000 Menschen vom Parkinson-Syndrom betroffen.

PECH-Regel

Bei der Bezeichnung PECH-Regel handelt es sich um eine Eselsbrücke, wenn tatsächlich jemand im wahrsten Sinne des Wortes bei Bewegungsaktivitäten „Pech“ gehabt hat? Als Merkhilfe für eine erste Behandlung von leichteren Verletzungen hilft die sogenannte PECH-Regel allgemein und direkt vor Ort, denn häufig handelt es sich um leichtere Muskel- und Gelenkverletzungen. Bei schwerwiegenderen Vorfällen ist selbstredend ein Notarzt unter der Rufnummer 112 zu kontaktieren. PECH steht für:

P – Pause machen. Die verletzte Körperstelle soll ruhig gehalten und geschont werden.

E – Eis auflegen. Durch die Kälte ziehen sich die Gefäße leicht zusammen, wodurch das betroffene Gewebe weniger stark anschwillt. Außerdem führt die Kälte dazu, dass die Region weniger schmerzempfindlich ist. Achten Sie darauf, dass beim Kühlen mit Eis kein direkter Hautkontakt besteht und regelmäßige Pausen der Kühlung eingelegt werden.

C – Compression anlegen. Durch einen Druckverband wird eine Blutung in den Gefäßen reduziert. Dadurch wird verhindert, dass sich Blutergüsse und Schwellungen weniger ausbreiten.

H – Hochlagern. Halten Sie das verletzte Körperteil hoch – idealerweise über Herzhöhe. Der Rückfluss des Blutes wird dadurch verbessert und der Blutdruck in der verletzten Region verringert.

Sollte sich die Verletzung als harmlos erweisen, ist eine reduzierte Beanspruchung wieder möglich. Doch spätestens wenn nach wenigen Tagen immer noch ein Schmerz- oder Druckempfinden vorhanden ist, sollte ärztlicher Rat aufgesucht werden.

pH-Wert

Der pH-Wert einer wässrigen Lösung dient als Maß des Säuregrades. Ein pH-Wert von 7 definiert eine neutrale Lösung, also weder sauer noch basisch. Je geringer der pH-Wert, desto saurer ist die Lösung. Werte über 7 definieren ein eher basisches Milieu. Das menschliche Blut hat etwa einen pH-Wert von 7,4. Geringe Abweichungen kann der menschliche Körper noch eigenständig regulieren. Dies ist wichtig, da der pH-Wert ein Einflussfaktor des Blutflusses ist. Unsere Haut hingegen hat mit einem pH-Wert von etwa 5,5 ein tendenziell eher saures Milieu. Durch diesen Säureschutzmantel dient es der Abwehr von Krankheitserregern.

Physical Activity Level (PAL)

Der Physical Activity Level (PAL) ist ein Faktor, welcher anhand der körperlichen Aktivitäten festgelegt wird. Hierbei wird dieser in fünf Kategorien unterschieden. Personen mit überwiegend nur sitzender oder liegender Aktivität im Alltag haben einen PAL-Faktor von 1,2. Körperlich anstrengende berufliche Tätigkeiten gehen mit einem PAL-Faktor von 2,0 bis 2,4 einher. Multipliziert man diesen Faktor mit dem energetischen Grundumsatz, kann somit der Leistungsumsatz bestimmt werden. Dieser gibt über dem Grundumsatz hinaus an, welche Energiemenge der Körper samt all seiner Aktivitäten benötigt

Präventionsgesetz

Das sogenannte Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (Präventionsgesetz, §20 SGB V) wurde im Jahr 2015 verabschiedet und schaffte eine gesetzliche Grundlage für alle an Prävention und Gesundheitsförderung beteiligten Akteure. Die Aufgabenbereiche von gesetzlichen Krankenkassen, Rentenversicherungen, Pflegversicherung und Unfallversicherung sollten besser koordiniert werden, um das gemeinsame Ziel, der Verhütung und Vorbeugung von Krankheiten sowie der Förderung von Gesundheit, gemeinsam zu erreichen. Durch das Gesetz wurde in Deutschland die Menge an Präventionsangeboten vergrößert und mehr Geld für die Förderung von Gesundheit im Alltag für die Leistungsträger verpflichtend. Was unter Prävention zu verstehen ist und welche Ziele

Präventionsmatrix

Bei der Präventionsmatrix handelt es sich um ein Verfahren, um im kommunalen Gesundheitsförderungsprozess die Ausgangslage holistisch zu analysieren. Dazu wird ein „Data Warehouse“ aus den zur Verfügung stehenden Angaben der jeweiligen Kommune und deren Lebenswelten erarbeitet, um relevante Themen, Zielgruppen oder Settings zu identifizieren oder zu gewichten. In einer ersten Stufe werden dazu soziodemografische Daten zusammengetragen, in einer zweiten Stufe die verhältnis -und verhaltenspräventive Situation in einzelnen Lebenswelten strukturiert erfasst. Sowohl Themen und Zielgruppen als auch die einzelnen Lebenswelten werden je nach Zusammenarbeiten, gemeinsamen Projekten oder anderen Kooperationen in Bezug gesetzt (Matrix), um die Vernetzung einer kommunalen Zusammenarbeit für Prävention und Gesundheitsförderung zu erkennen und sich daraus ergebende Handlungsempfehlungen sichtbar zu machen. Das Verfahren der Präventionsmatrix wurde von Mathias Bellinghausen entwickelt und kommt in den kommunalen Förderungsprozessen der Gesellschaft für Prävention e. V. oder dem DSPN zum Einsatz. Der Erfassungsprozess ist dabei nicht starr, sondern soll als agiles Verfahren stetig weiterentwickelt werden und an evidenzbasierten Erkenntnissen der Präventionsforschung (bspw. zu vulnerablen Zielgruppen, Fördermöglichkeiten oder Empowerment-Strategien) angepasst werden. Diese Ausgangsuntersuchung dient auch zum Vergleich der Veränderungen nach Durchführung diverser Maßnahmen und kann zur Impactforschung beitragen. In einem interkommunalen Vergleich können letztendlich Best Practice Maßnahmen sofort auf ähnlich strukturierte Kommunen angewendet werden, um das kommunale Gesundheitsmanagement in der Effizienz zu verbessern und schneller auszubreiten.

Progressive Muskelentspannung

Wie auch beim Autogenen Training handelt es sich bei der Progressiven Muskelentspannung um ein Entspannungsverfahren. Nach Anleitung spannt der Teilnehmer bestimmte Muskelgruppen in einer bestimmten Reihenfolge an, hält die Spannung und entspannt die Muskeln dann wieder. Durch das bewusste An- und Entspannen von Muskelgruppen soll eine verbesserte Körperwahrnehmung und die Lockerung von Muskeln herbeigeführt werden. Ziel sind u. a. die Stressreduktion, der Abbau von Verspannungen und Hilfe bei Schlaflosigkeit.

Public Health Action Cycle

Der Public Health Action Cycle (PHAC), auch Gesundheitspolitischer Aktionszyklus genannt, beschreibt einen prozessual-geregelten Ablauf von Gesundheitsförderungsaktivitäten. Dieser Prozess ist in vier übergeordnete Schritte unterteilt. Beginnend mit der Problemanalyse, welche auf Grundlage u.a. von Literaturrecherchen das Handlungsfeld und den Bedarf untersucht, sollen im zweiten Schritt die Ziele und eine geeignete Strategie formuliert werden. Diese Strategie kann einzelne oder viele umfassende Maßnahmen beinhalten, welche dann im dritten Schritt implementiert und umgesetzt werden. Die laufende Kontrolle dieser Maßnahmen ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil dieser Umsetzungsphase. Im vierten und letzten Schritt werden die erfolgten Maßnahmen abschließend bewertet und evaluiert. Mithilfe der gesammelten Erkenntnisse kann an diesen Prozessablauf ein weiterer Kreislauf anschließen.

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Ramadan und Sport

Der Sport während des Ramadans sollte an die Umstände angepasst werden. So sollte man sich eher auf den Erhalt der aktuellen Fitness konzentrieren, da der Köper nicht so leistungsfähig ist wie gewohnt. Es kann zu Einschränkungen der Leistungsfähigkeit, Störungen im Stoffwechsel und der Hormonausschüttung sowie zu Kreislaufbeschwerden kommen. Durch die geringe Aufnahme von Flüssigkeit kann es zur Dehydration kommen, wenn intensiv trainiert wird. So kann es zu Kopfschmerzen oder sogar Schwindelgefühl kommen.

Range of Motion

Die sogenannte „Range of Motion“ beschreibt das Bewegungsausmaß der Gelenke. Insbesondere im Kraftsport sollte berücksichtigt werden, dass die Muskulatur im vollen Gelenksausmaß trainiert wird, also in ihrer vollen „Range of Motion“. So kann verhindert werden, dass der Muskel nicht einseitig trainiert wird und sich dadurch auch die passiven Strukturen wie beispielsweise Knorpel und Bänder sich an dieses geringe Bewegungsausmaß gewöhnen. Kommt es plötzlich ungewohnte Bewegungen und Belastungen außerhalb des antrainierten Bereiches, können Verletzungen durch eine Überlastung in dieser Situation zur Folge sein.

Rehabilitation

Rehabilitation beschreibt die Wiederherstellung der körperlichen und psychischen Gesundheit sowie daran angrenzende Maßnahmen, wie zum Beispiel die berufliche Wiedereingliederung. Leistungen der Rehabilitation sind im neunten deutschen Sozialgesetzbuch festgehalten (SGB IX). Träger entsprechender Leistungen sind neben den gesetzlichen Krankenkassen, die Bundesagentur für Arbeit als auch Unfall- und Rentenversicherung. Je nach Ursache und Ziel der Maßnahme sind unterschiedliche Träger zur Kostenübernahme verantwortlich.

Regeneration

Regeneration ist die Wiederherstellung/ Erholung von Muskeln, Organen, Knochen usw. von einer Belastung oder Verletzung/ Schädigung. Im sportlichen Kontext ist die Regeneration eine wichtige Voraussetzung für die Erreichung eines Trainingseffekts (durch superkompensatorische Effekte).

Respiratorische Quotient

Der respiratorische Quotient (RQ) ist ein Begriff der Physiologie und dient der Bestimmung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Dabei wird mittels einer Atemgasanalyse das Verhältnis von ausgeatmeter Kohlenstoffdioxidmenge (CO2) zu aufgenommener Menge an Sauerstoff bei der Einatmung (O2) bestimmt. Anhand dieses Verhältnisses können Rückschlüssel auf die im Stoffwechsel verbrannten Nahrungsstoffe gezogen werden. Bezieht der Körper seine Energie bei einer Ausdauerbelastung lediglich über den Fettstoffwechsel, so liegt das Verhältnis bei 0,7. Mit steigender Belastungsintensität werden mehr Kohlenhydrate zur Energiegewinnung herangezogen, sodass dieses Verhältnis auf 1,0 ansteigt. Ein RQ über 1,0 belegt, dass die Person am Limit der körperlichen Leistungsfähigkeit ist und die Energiebereitstellung inzwischen ohne Sauerstoffzufuhr stattfindet.

Rückschlagspiele

Sportarten der Rückschlagspiele sind der Gruppe der Ballsportarten zuzuordnen. Alle Rückschlagspiele haben gemeinsam, dass Sie entweder zu zweit oder in einem Team gespielt werden, bei dem es zu einem ständigen Ballwechsel kommt. Ziel aller Rückschlagspiele ist es, durch gezielte Spiele des Balles den Gegner zu Fehler zu zwingen, welcher mit einem Punktgewinn einhergeht. Bekannte Rückschlagsportarten sind: Badminton, Squash, Tennis, Tischtennis u. ä. Durch eher schnellkräftige Belastungen und Richtungswechsel sollten Personen mit orthopädischen Beeinträchtigungen jene Sportarten nur in moderater Intensität ausführen und ggf. Rücksprache mit dem Arzt halten.

S

Saccharose

Saccharose wird umgangssprachlich häufig Haushaltszucker genannt und besteht aus einem Glucosemolekül und einem Fructose Molekül. Durch seine relativ kompakte Struktur lässt sich Saccharose schnell verarbeiten und liefert schnelle Energie. Jedoch wird in den meisten westlichen Ländern zu viel Saccharose konsumiert und viele Volkskrankheiten (beispielsweise Diabetes, Karies usw.) lassen sich damit in Verbindung bringen.

Schnelligkeit

Die Schnelligkeit beschreibt eine der fünf motorischen Grundeigenschaften im Sport. Eine Differenzierung findet meist in Bewegungsschnelligkeit und Reaktionsschnelligkeit statt. Die Bewegungsschnelligkeit umfasst azyklische als auch zyklische Bewegungen, welche möglichst schnell oder in möglichst hoher Frequenz ausgeführt werden. Die Reaktionsschnelligkeit hingegen beschreibt die psychophysische Fähigkeit auf einen Reiz möglichst schnell zu reagieren und folgend in eine Bewegung umzusetzen (bspw. bei einem Startschuss). Die Schnelligkeit unterliegt dabei vielen Einflussfaktoren wie der Übertragungsgeschwindigkeit der Nervenleitungen, Muskelfaserstruktur, Energiebereitstellung und der intramuskulären Koordination.

Schwangerschaft und Sport

Die Schwangerschaft führt zu vielen Anpassungsprozessen im weiblichen Körper und stellt eine große Belastung dar. Jedoch ist es sehr wichtig, dass Schwangere im Rahmen ihrer Möglichkeiten sich bewegen und Sport treiben. Kontaktsportarten, lange oder stark wechselnde Belastungen sollten gemieden werden. Auch sollte darauf geachtete werden, die stark gelockerte Beckenmuskulatur nicht zu überanspruchen. Absolut empfohlen sind tägliche sportliche Aktivitäten von bis zu einer halben Stunde wie Schwimmen oder lockeres Joggen, Sportarten mit weniger oder kontrolliertem Körperkontakt und lockeres Kraft und Dehntraining. Aktivität in der Schwangerschaft senkt das Risiko von Krankheiten und Komplikation vor, während und nach der Geburt für Mutter und Kind und steigert das Wohlbefinden und die psychische Stabilität über die Geburt hinaus.

Self-Tracking

Das Self-Tracking, auch Lifelogging genannt, bezeichnet die Dokumentation von körperlicher Aktivität und Gesundheits-/Vitaldaten, um diese anschließend statistisch auszuwerten und mit allgemeingültigen oder individuellen Vorgaben und Zielen abzugleichen (auch als laufende Überwachung) . Diese Funktion bieten neben Smartphones auch Sportuhren und moderne Fitnessarmbänder. Die individuellen Ziele können verschiedene Hintergründe haben: Veränderung ungesunder Gewohnheiten, Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit oder auch die Motivation zu mehr körperlicher Aktivität im Alltag.

Skoliose

Skoliose beschreibt ein Krankheitsbild, bei dem es zu einer Seitwärtsverbiegung der Wirbelsäule kommt. Dieses kann entweder angeboren oder auch durch langjährige Fehlhaltungen auftreten. Häufig entsteht sie auch durch Wachstumsschübe während der Jugendzeit. Da sich eine Skoliose meist schleichend und ohne Schmerzen entwickelt, ist eine Früherkennung durch Skoliose-Screenings zu empfehlen. Die Ausprägung der Skoliose wird durch den Cobb-Winkel (nach John Robert Cobb) gemessen und beurteilt. Je nach Schweregrad kann die Skoliose mit Physiotherapie, einer Korsettbehandlung oder auch durch eine versteifende Wirbelsäulenoperation behandelt werden. Letztere kommt aber nur bei seltenen und schweren Fällen zum Einsatz. Zu 90 % werden Skoliosen konservativ mit Physiotherapie und gegebenenfalls Korsetten behandelt.

Sonnenstich

Der Sonnenstich ist zu unterscheiden vom Hitzekrampf, Hitzekollaps, Hitzeerschöpfung und dem Hitzschlag. Ein Sonnenstich wird verursacht durch langanhaltende Sonnenexposition des Kopf- und Nackenbereichs. Dadurch können die langwelligen Sonnenstrahlen eine Irritation der Hirnhaut hervorrufen und der Sonnenstich entstehen. Symptomatisch äußert sich dieser durch Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit und Abgeschlagenheit. Dabei ist ein Sonnenstich leicht vermeidbar. Insbesondere Kinder und Personen mit wenig Haupthaar sollten längere Zeit in der Sonne vermeiden oder zumindest eine helle Kopfbedeckung und entsprechenden Sonnenschutz tragen.

Soziale Unterstützung

Jeder Mensch benötigt soziale Unterstützung. Diese dient uns als Ressource, um psychosoziale Bedürfnisse zu befriedigen. Diese Beziehung zu anderen Menschen verhilft uns zu mehr Sicherheit, Anerkennung oder auch unserer Identität. Dabei wird zwischen der wahrgenommenen sozialen Unterstützung und der erhaltenen sozialen Unterstützung unterschieden. Bei der wahrgenommenen Unterstützung geht es um die potenzielle Unterstützung, falls in der Zukunft danach Bedarf besteht. Die erhaltene soziale Unterstützung beschreibt die retrospektiv erhaltene Unterstützung in der Vergangenheit. Beide Formen der sozialen Unterstützung haben einen großen Einfluss auf unsere körperliche und psychische Gesundheit.

Special Olympics

Die Special Olympics sind eine globale Bewegung zur Förderung des inklusiven Sports. In den verschiedensten Bereichen versucht die Organisation eine breite Teilhabe voranzutreiben und Ungerechtigkeiten, Benachteiligung und Isolation von Menschen mit (geistiger) Behinderung zu bekämpfen. Die Special Olympics World Games ist das größte inklusive Sportevent. 2023 wird es in Berlin stattfinden.

Speisesalz

Ohne das bekannte „Salz in der Suppe“ fehlt in unserer Ernährung ein bestimmtes Würzmittel: das Speisesalz. Dies kommt bei fast allen Speisen zum Einsatz. Doch neben der häuslichen Küche kommt Salz auch in der Lebensmittelverarbeitung und -produktion einen großen Stellenwert. Beispielsweise hilft Salz bei der Entwicklung von Enzymen in der Teigproduktion, welche erst eine gesteuerte Gärung ermöglichen. Das Speisesalz besteht zu größten Teilen aus Natriumchlorid (NaCl). Da es ebenso als Lebensmittel gilt, unterliegt es den lebensmittelrechtlichen Vorschriften. Über jene verarbeiteten Lebensmittel nehmen wir auch die größte Menge an Salz über unserer Ernährung zu uns. Dabei empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation eine Salzzufuhr von 5 Gramm pro Tag für Erwachsene. Ein zu hoher Salzkonsum steht in Verbindung zu Bluthochdruckerkrankungen.

Sportlerherz

Als Sportlerherz wird eine Vergrößerung des menschlichen Herzens bezeichnet. Dabei kommt es nicht nur zur Vergrößerung der Wanddicken, sondern auch die Kammerdurchmesser nehmen zu. Neben genetischen Einflüssen und Wachstumsfaktoren ist meist langjähriger Leistungssport, insbesondere Ausdauersport für ein Sportlerherz verantwortlich. Insofern der Trainingsreiz bei Karriereende ausbleibt, bildet sich auch das Herz in seiner Größe wieder zurück. Hierzu es ein systematisches „Abtrainieren“ empfohlen, um Beschwerden wie Schwindel etc. zu vermeiden. Generell entsteht durch die Herzvergrößerung kein gesundheitlicher Schaden oder ein erhöhtes Risiko.

Sucht

Sucht ist das umgangssprachliche Wort für Abhängigkeitserkrankungen und bezeichnet die Abhängigkeit von einem Stoff oder einer bestimmten Verhaltensweise. Eine süchtige Person weist ein unumstößliches Verlangen nach dem angestrebten Gefühl/ Erlebnis/ Zustand auf. Damit ist die süchtige Person genau genommen nicht nur süchtig von einer Substanz oder einer Verhaltensweise, sondern süchtig nach dem Gefühl/ dem Erlebnis, welches dadurch ausgelöst wird. Beruflicher Stress, gefühlte Aussichtslosigkeit oder depressive Erkrankungen etc. können ebenfalls einen starken Zusammenhang zu Suchtverhalten auslösen.

Super Food

Der Begriff „Superfood“ meint übersetzt „Super-Nahrungsmittel“, deren Verzehr aufgrund ihres hohen Nährstoffgehalts als ausgesprochen förderlich für die Gesundheit und das Wohlbefinden eingestuft wird. Welche Lebensmittel genau unter den Begriff „Superfood“ fallen, ist nicht ausdrücklich festgelegt, bekannt sind hierfür vor allem exotische Pflanzen wie Chiasamen, Goji-Beeren oder Acai. Ebenso nährstoffreich sind aber auch heimische Pflanzen wie Brennnessel, Hirse und Gerstengras. Die hier genannten Produkte existieren weitaus länger als die Begrifflichkeit „Super Food“, dieser geht voraussichtlich durch Ernährungstrends und dem gestiegenen Interesse an Gesundheit und Ernährung hervor.

Superkompensation

Der Begriff der Superkompensation entstammt der Trainingswissenschaft. Dabei wird mit der Superkompensation ein Modell der Trainingsanpassung beschrieben. Nach einer sportlichen Belastung kommt es zu Ermüdung des Körpers, aufgrund dessen er sich in Folge wieder erholt. Durch diese Regeneration wird über das ursprüngliche Leistungsvermögen hinaus ein (kurzfristig) höheres Leistungsniveau erreicht. Wird diese Erholungsphase bis zur nächsten Belastung jedoch zu lange gestaltet, so verringert sich der Effekt wieder hin zum ursprünglichen Leistungsniveau. Zu frühe Belastungen können hingegen auch einen negativen Effekt im Sinne eines Übertrainings nach sich ziehen. Da dem Trainingsprozess jedoch sehr viele Einflussfaktoren unterliegen, ist die Superkompensation lediglich als Modell zu verstehen und in der Trainingspraxis schwer steuerbar.

Süßstoffe

Bei Süßungsmitteln handelt es sich größtenteils um künstlich zusammengesetzte Zusatzstoffe, die zum Süßen von Nahrungsmitteln und als Tafelsüße genutzt werden. Sie sind nahezu kalorienfrei und besitzen keine kariogene Wirkung. Im Unterschied zum Haushaltszucker haben Süßungsmittel je nach Sorte einen 30- bis 3.000 -fach stärkere Süßkraft, können aber aufgrund ihrer geringen Masse nicht wie Haushaltszucker verarbeitet werden. Da es sich um Zusatzstoffe handelt, die kein Lebensmittel des allgemeinen Verzehrs darstellen, unterliegen diese sowie wie deren Einsatz und Höchstmenge, einem Zulassungsverfahren und dem europäischen Zusatzstoffrecht.

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Taillenumfang

Gemessen wird der Bauch- bzw. Taillenumfang zwischen dem unteren Rippenbogen und der Oberkante des Hüftknochens. Der Messung des Taillenumfangs dient der indirekten Messung des in der Bauchhöhle liegenden (sog. „gefährlichen“) Viszeralfett. Ein Bauchumfang von größer als 80 cm bei Frauen bzw. 94 cm bei Männern, geht mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ-2 und weiteren Erkrankungen einher. Bei einem Bauchumfang von über 88 cm bzw. 102 cm besteht ein deutlich erhöhtes Risiko. Die Messung sollte nüchtern und im Stehen mit leichter Ausatmung erfolgen.

Tapen

Ein Tapeverband oder auch umgangssprachlich Kinesio-Tape, wird sowohl in der sportmedizinischen und orthopädischen Behandlung als auch zum präventiven Zweck eingesetzt. Ziel dieser 38-50 mm breiten Pflasterstreifen ist es, die umgreifenden Gelenke zu stabilisieren, ohne diese vollständig in ihrer Bewegung einzuschränken. Neben dieser funktionellen Unterstützung zur Gelenkstabilität dient es im Sport auch zur Verletzungsprophylaxe, um die auftretenden Kräfte auf die Haut zu übertragen und somit die Wirkung auf die Gelenke zu reduzieren. Damit die Wahrnehmung eigener Körperbewegungen nicht gemindert wird, sollte ein entsprechendes Tape nicht zu häufig angewendet werden.

Tennisellenbogen

Der sogenannte Tennisellenbogen beschreibt eine schmerzhafte Reizung des Sehnenansatz im Ellenbogen. Durch die ständige Wiederholung gleicher Bewegungen kann es zu einer Überlastung von Sehne und Muskel im Unterarm mit entzündlicher Schwellung kommen. Außerdem können Schmerzen bei Drehbewegungen des Unterarms oder Streckung des Handgelenks auftreten. Eine Linderung der Beschwerden kann durch Kühlung der entzündeten Sehnenreizung sowie moderater Dehnung der Muskulatur erfolgen. Die ursächliche Bewegungsumstände sollten bis zum Abklingen der Schmerzen vermieden werden. Ein Arzt oder Physiotherapeut sollten konsultiert werden, um eine Chronifizierung des Problems zu verhindern.

Thrombose

Eine Thrombose ist eine Erkrankung des Gefäßsystems. Durch eine Gerinnung des Blutes bildet sich ein Blutgerinnsel (ein sog. Thrombus) am Blutgefäß, welches den Blutfluss negativ beeinträchtigt. Auch wenn sich Thrombosen in allen Gefäßen bilden können, handelt es sich um eine Thrombose der Venen. Sichtbar wird eine Venenthrombose meist durch Schmerzen und Schwellung in der Wade. Bei allen Thrombosen besteht die Gefahr, dass sich ein Blutgerinnsel von der Gefäßwand ablöst und schlimmstenfalls zu einer Lungenembolie führt oder im Gehirn einen Schlaganfall verursacht. Das Risiko einer Thrombose ist erhöht bei Übergewicht, Gerinnungsstörungen oder auch durch Operationen an den Beinen.

Transfette

Bekannt sind Transfette durch ihre schlechten Auswirkungen auf unsere Blutfette und die Herzgesundheit. Transfette sind meist Pflanzenöle, die teilweise gehärtet wurden und nun als gehärtete Fette in der Nahrungsmittelindustrie zum Einsatz kommen. Ein hoher Gehalt an Transfetten zeigt sich häufig bei Back- und Süßwaren sowie frittierten Kartoffelprodukte und Fertiggerichten.

U

Übergewicht

Personen mit Übergewicht weisen ein hohes Körpergewicht im Verhältnis zu ihrer Körpergröße auf. Gemessen wird dies anhand des BMI (Body-Mass-Index). In Abgrenzung zum schweren Übergewicht bzw. Adipositas umfasst das Übergewicht einem BMI zwischen 25 und 30 bei erwachsenen Männern, Frauen liegen leicht darunter. Statistischen Daten zu Folge sind in Deutschland knapp 60 % übergewichtig und fast jede/r Fünfte sogar stark übergewichtig bzw. adipös. Als ursächliche Risikofaktoren gelten eine Überernährung und Bewegungsmangel. In der Wissenschaft ist der BMI nicht unumstritten, da bspw. Sporttreibende mit viel Muskelmasse auch als übergewichtig gelten könnten. Im Kindes- und Jugendalter kann sich das Wachstum stark auswirken und zu falschen Einschätzungen führen.

Unhappy Triad

Die Unhappy Triad ist ein englischer Ausdruck und bedeutet übersetzt sinngemäß unglücklicher Dreiklang. Er bezeichnet eine Kombinationsverletzung im Knie bei der gleichzeitig das vordere Kreuzband, das mediale Seitenband und auch der Innenmeniskus, also der Knorpel verletzt werden. Häufig tritt eine solche Verletzung bei einer Drehbewegung im Knie auf bei der der noch Fuß am Boden fixiert ist. Um die Schädigung am Knorpel zu verringern wird in vielen Fällen das Kreuzband nach einiger Zeit durch Transplantation rekonstruiert.

V

Vegane Ernährung

Eine vegane Ernährung, auch als Veganismus definiert, beschreibt eine Ernährungsweise, die durch ausschließlich pflanzliche Nahrungen gekennzeichnet ist. Dabei werden alle Nahrungsmittel tierischer Herkunft gemieden, sodass der Konsum häufig auf Getreide, Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen ausgelegt ist. Die Motive für eine vegane Ernährungsweise sind häufig ethisch-moralisch, gesundheitlich und/ oder ökologisch begründet.

Vegetarische Ernährung

Eine vegetarische Ernährung, auch als Vegetarismus definiert, beschreibt eine fleischlose Ernährungsweise, bei der alle Lebensmittel, die aus toten Tieren erzeugt sind, gemieden werden. Die Ernährung besteht aus pflanzlichen Nahrungsmitteln und tierischen Produkten, die lediglich vom lebenden Tier konsumiert werden wie bspw. Eier, Milchprodukte und Honig (hier gibt es jedoch unterschiedliche Ausprägungen von vegetarischer Ernährung). Die vegetarische Ernährungsweise kann sich in der konkreten Lebensmittelauswahl unterscheiden und ist somit in verschiedenen Formen spezifiziert. Die wesentlichen Gründe für eine vegetarische Ernährungsweise sind häufig Ethik, Gesundheit, Ökologie und/ oder Religion.

Vereinssport

Sport in Vereinen hat durch die Schützenvereine in Deutschland eine lange Tradition. Sportvereine im heutigen Sinne sind auf den Anfang des 19. Jahrhunderts zurückzuführen. Durch den „Turnvater“ Friedrich Ludwig Jahn versammelten sich im napoleonisch besetzten Deutschland national ausgerichtete junge Männer zu Übungen in Turnvereinen. Jedoch hatten diese Vereine und entsprechende Leibesübungen einen eher militärisch vorbereitenden Charakter. Heutzutage ermöglichen Sportvereine den Zugang zum organisierten Sport. Die jeweiligen Vereine sind den Sportorganisationen und Verbänden sowie Bünden angehörig, welche den organisierten Wettbewerbsbetrieb organisieren. Etwa jeder Dritte ist in einem der über 90.000 Vereinen Mitglied. Während die Sportverbände sich den jeweiligen Sportarten verantwortlichen fühlen, sind die Bünde auf regionale Zuständigkeit ausgereichtet: Vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) über Landesverbände bis hin zu Kreis-, Stadt- oder Gemeindesportbünden.

Viszeralfett

Das Fett in unserer Bauchhöhle wird als Viszeralfett oder auch intraabdominales Fett bezeichnet. Es unterscheidet sich vom Unterhautfettgewebe in der Hinsicht, dass es nicht sichtbar ist. Das Viszeralfett ist tieferliegend und umhüllt die inneren Organe und das Verdauungssystem. Durch seine Ummantelung dient es in seiner Funktion, dem Schutze der inneren Organe. Darüber hinaus kann der Körper dieses Fettgewebe als Energiereserve bei Nahrungsmangel heranziehen. Durch ein Übermaß an Nahrungszufuhr wird jedoch häufig mehr Viszerallfett angelagert, als gesundheitlich sinnvoll ist. In Kombination mit einem Mangel an ausreichender Bewegung hat dies in einer hohen Anzahl Zivilisationskrankheiten wie Adipositas, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Stoffwechselstörungen zur Folge. Die Menge an viszeralem Fettgewebe wird durch den Taillenumfang gemessen.

Vitamine

Für den menschlichen Organismus sind diese organischen Verbindungen lebensnotwendig. Vitamine liefern dem keine Energie, wie bspw. Fette oder Kohlenhydrate. Vitamine sind in ihrer Funktion essenziell für unseren Stoffwechsel, das Immunsystem und unseren Hormonhaushalt. Selbst unsere Stimmung wird durch Vitamine beeinflusst. Von den 13 Vitaminen kann der Körper nur zwei Vitamine in begrenzter Menge selbst herstellen. Alle anderen Vitamine müssen dem Körper durch unsere Ernährung hinzufügen. In Abhängigkeit des Vitamins können diese mehr oder weniger lange als Vorrat gespeichert werden, sodass nicht täglich eine entsprechende Menge aller Vitamine zugeführt werden muss. Daher ist auf eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung zu achten, um eine Mangelernährung an Vitaminen zu vermeiden. Dies ist jedoch meist nur in Ausnahmefällen der Fall, wenn der Bedarf stark erhöht ist, wie bspw. während einer Schwangerschaft.

W

Wellness

Im allgemeinen Sprachgebrauch ist Wellness eher als eine passive Form der Entspannung geprägt. Übersetzt ist Wellness gleichbedeutend mit „Wohlbefinden“ bzw. „Wohlfühlen“. Entstanden ist dieser Begriff aus den Wörtern „wellbeing“ (dt. Wohlbefinden) und „Fitness“ (dt. körperliche Leistungsfähigkeit). Als Teil eines ganzheitlichen Gesundheitskonzeptes und Gesundheitsbewegung wurde der Begriff seit 1959 in den USA geprägt. Seither verzeichnet die Wellness-Branche allein in Deutschland schätzungsweise einen jährlichen Umsatz von etwa 73 Milliarden Euro.

Y

Yoga

Yoga stammt ursprünglich aus Indien und umfasst sowohl geistige als auch körperliche Praktiken. In der westlichen Welt werden meist nur die körperlichen Praktiken, sogenannte Asanas oder Yogasanas unter dem Begriff verstanden. Die bekannteste Yoga-Praxis ist das Hatha Yoga. Geistige Praktiken umfassen neben Atemübungen auch Formen der Meditation. Trotz ihrer Unterschiede vereint die Zusammenführung und das Einswerden von Körper und dem Bewusstsein alle Formen des Yogas. Seit 2016 gilt Yoga als immaterielles Weltkulturerbe der UNESCO.

Z

Zentrale Prüfstelle Prävention (ZPP)

Die ZPP ist eine Kooperationsgemeinschaft der gesetzlichen Krankenkassen zur Zertifizierung von Präventionskursen nach § 20 SGB V. Sie dient der Feststellung der Leitfadenkonformität bei Präventionskursen als einheitliche Bezuschussungsbasis für Krankenkassen, das heißt, sie kontrolliert bzw. prüft, ob die Bedingungen des GKV-Leitfadens Prävention und die Kriterien zur Zertifizierung bei der Konzeptionierung von Präventionskursen eingehalten worden sind und eine entsprechende Qualifizierung beim Anbietenden vorliegt.

Zirkeltraining

Das Zirkeltraining ist eine Methode des Fitnesstrainings. Das Training besteht dabei aus mehreren Stationen meist kreisförmig angeordnet sind und nacheinander im Uhrzeigersinn absolviert werden. Durch die hohe Stationsvielfalt können sämtliche motorische Grundfähigkeiten wie Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Koordination oder auch Schnelligkeit trainiert werden. Durch den Wechsel der Stationen können die nachfolgenden Übungen so gewählt werden, dass zum einem unterschiedliche Muskelgruppen belastet werden und während der Übungen die anderen Körperregionen leicht regenerieren können.

Zuckeralkohole

Offiziell werden die Zuckeralkohole zu den Süßungsmitteln gezählt und stellen kein Nahrungsmittel des allgemeinen Verzehrs dar, weshalb sie ebenfalls ein Zulassungsverfahren durchlaufen müssen. In Abgrenzung zu Süßungsmitteln unterscheiden sie sich in ihrer Masse und im Kaloriengehalt und können ähnlich wie Zucker verarbeitet werden. Im Schnitt enthalten sie 2,4 Kilokalorien pro Gramm, was deutlich geringer als der von Zucker, mit 4 Kilokalorien pro Gramm, ist und besitzen ebenfalls keine kariogene Wirkung. Bei einer Zufuhr von höheren Mengen können sie zu Blähungen oder Durchfall führen, was auf den jeweiligen Artikeln mit einem Warnhinweis gekennzeichnet ist.

Zyklusstörungen (im Sport)

Körperliche Belastungen, vor allem Ausdauersportarten, können zu Zyklusstörungen führen. Die Hormone Östrogen und Progesteron kontrollieren den weiblichen Zyklus und wirken sich auch auf die körperliche Leistungsfähigkeit beim Sport aus. Daher kann es sinnvoll sein, den Trainingsplan an den eigenen Zyklus anzupassen. Das vermehrte Auftreten von Menstruationsunregelmäßigkeiten als Folge von intensivem Ausdauertraining sollte berücksichtigt werde. Es kann zu unregelmäßigen Rhythmen oder sogar Ausbleiben der Periode kommen.